Und wieder manövriert sich die AfD in die Opfer-Rolle

Bereits jetzt werden die Gegendemonstrationen in Erfurt in den Linksextremismus verschoben.

So titelt die FR: „Tag X“ bei AfD-Parteitag in Erfurt? Linksextreme wollen von Dächern aus angreifen – Polizei alarmiert.

Ja, und leider fallen die Linken der Linken auf den Trick der AfD rein, indem sie Gewalt ankündigen.

Dabei ist der Parteitag der AfD per se eine Provokation:

„Am 4. Juli 1926 hat die NSDAP ihren ersten Reichsparteitag nach dem Parteiverbot in Weimar abgehalten“, sagte Jens-Christian Wagner, Leiter der KZ-Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Ich glaube der AfD nicht, dass dieses Datum und dieser Ort Zufall sind.“

Der Parteitag 1926 war symbolisch und organisatorisch wichtig, weil er die Rückkehr der NSDAP in die politische Öffentlichkeit markierte, Hitler als unumstrittenen Führer etablierte, die Partei zentralisierte und die Massenpropaganda der kommenden Jahre vorwegnahm.

Der Parteitag wurde als „Erhebung des deutschen Blutes“ beschrieben. Juden wurden als „Feinde des deutschen Volkes“ markiert. Die NSDAP inszenierte sich als „nationale Erneuerungsbewegung“ und präsentierte die SA als Machtinstrument. Das 1920 beschlossene 25-Punkte-Programm wurde bekräftigt, das u.a. beinhaltete: Ausschluss der Juden aus der Staatsbürgerschaft, „Ausweisung aller Nichtdeutschen“, „Kampf gegen die jüdisch-materialistische Weltpresse“.

Es gehört wenig Fantasie dazu, die Vorstellungen der NSDAP damals mit denen der AfD heute in Einklang zu bringen: „Remigration“, „Lügenpresse“ und „Propaganda-Apparat der Alt-Parteien“ und vieles mehr.

Die AfD, die sich in dieser Situation ja mal wieder so „verfassungskonform“ sieht, huldigt hier unverhohlen dem Faschismus und damit der Beseitigung unserer demokratischen Verfassung.

Mittlerweile sind die Apelle „Wehret den Anfängen“ leider im Nirrwana der politischen Berichterstattung verklungen.

Und „Nie wieder ist Jetzt“ verkommt zu einem Sonntagsgebet, wenn verfassungstreue Einsatzkräfte verfassungsfeindliche Polemiker schützen müssen.

Buchenwald bei Weimar:

These are slave laborers in the Buchenwald concentration camp near Jena; many had died from malnutrition when U.S. troops of the 80th Division entered the camp. Germany, April 16, 1945. Pvt. H. Miller. (Army)
NARA FILE #: 208-AA-206K-31
WAR & CONFLICT BOOK #: 1105

> 35° Celsius

> 35° Celsius

Ich würde lügen, wenn ich sagte, die Hitze mache mir nicht zu schaffen.

Und ja, so eine Hitzewelle haben wir in Deutschland selten oder noch nie erlebt.

Und ja, das sind vermutlich auch für uns fühlbare Auswirkungen der Klimakrise.

Ach so – und ja, bei höheren Temperaturen fällt uns das Denken und Handeln schwerer….

Bevor wir aber in apokalyptisches Wehklagen verfallen sollten wir uns aber doch einmal klar machen, dass etwa

ein Viertel der Menschheit in Regionen lebt, in denen es regelmäßig längerfristig über 35° Celsius heiß ist.

Abkühlung suchen im Fluss, Sudan 1980

Regionen mit häufig >35 °C über viele Wochen

1. Indischer Subkontinent

  • Nordindien (Uttar Pradesh, Rajasthan, Delhi)
  • Pakistan (Sindh, Punjab)
  • Bangladesch (Binnenregionen)
    Typisch: 6–12 Wochen >35 °C, oft >40 °C, im Mai/Juni sogar >45 °C.

2. Arabische Halbinsel

  • Saudi-Arabien
  • Vereinigte Arabische Emirate
  • Oman, Katar, Bahrain, Kuwait
    Typisch: 3–5 Monate >35 °C; in Kuwait & Irak regelmäßig >50 °C.

3. Sahelzone

  • Mali
  • Niger
  • Tschad
  • Sudan
    Typisch: 2–4 Monate >35 °C, oft extrem trockene Hitze.

4. Nordafrika

  • Ägypten (Oberägypten)
  • Libyen
  • Algerien (Sahara‑Randzonen)
    Typisch: 1–3 Monate >35 °C, in der Sahara fast durchgehend.

5. Persischer Golf & Mesopotamien

  • Irak
  • Iran (Khuzestan)
    Typisch: 2–4 Monate >35 °C, hohe Luftfeuchte → extreme Hitzebelastung.

6. Nord- und Zentral-Australien

  • Northern Territory
  • Western Australia (Outback)
    Typisch: 2–4 Monate >35 °C.

7. Mexiko & Mittelamerika

  • Nordmexiko
  • Pazifikküste
    Typisch: 1–3 Monate >35 °C.

8. Brasilien – Cerrado & Nordosten

  • Mato Grosso
  • Goiás
  • Bahia
    Typisch: 1–2 Monate >35 °C.

Bergis – der Bärentöter?

Bergis – der Bärentöter?

Mein Vater hat mir immer erzählt, der Name Bergis käme aus dem Altgermanischen oder Altnordischen und bedeute Bärentöter. Als kleiner Junge – der klein und schmächtig war – dachte ich irgendwann würde ich auch entsprechend groß und stark. Daraus wurde nichts.

Kein „Bärentöter“!
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Statt internationaler Solidarität – sinnlose Reisebeschränkungen

Zwar ist der aktuelle Ebola-Ausbruch eine Gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite (PHEIC), es handelt sich aber um eine lokal/regional beschränkte Epidemie und nicht um eine globale Pandemie! Diese Krise ist gravierend für die betroffene Afrikanische Region aber nicht für Amerika, Europa oder den Rest der Welt!

Elektronenmikroskopische Aufnahme eines Ebola-Virus (Quelle: Wikimedia Commons)
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Hanta erschreckt Europa, Ebola erst mal nicht

Afrika wird bei Ebola nicht einfach „vergessen“ — aber viel zu oft nur dann ernst genommen, wenn die Krise längst internationale Schlagzeilen macht. Genau das ist der blinde Fleck: Europa reagiert schnell auf das, was nah und potenziell störend wirkt, während Afrika mit wiederkehrenden Ausbrüchen, schwächeren Gesundheitssystemen und Sicherheitsproblemen den Preis eines globalen Zwei-Klassen-Gesundheitsschutzes trägt.

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In Demut erinnern

In Demut erinnern

Heute haben wir mit der SPD-Tiergarten Süd wieder einen Gedenkspaziergang gemacht. Diesmal durch die Lützowstraße. Die Berichte über das jüdische Leben in dieser Straße, über die Verfolgungen durch die Nazis und die Schicksale der Opfer waren wieder sehr bewegend. Ein klares Fazit: NIE WIEDER!

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Da wo Goethes Tante wohnte (?)

Ich bin in der Schmiedgasse 1 in Wetzlar aufgewachsen. Für mich war es einfach unser Haus — der Geruch des Treppenhauses, die Ecke zum Kornmarkt, die Geräusche der Gasse. Ein Fachwerkhaus, unscheinbar von außen, wie viele in dieser Altstadt. Dass in diesen Mauern Geschichte steckte, hat mir erst das Erwachsenwerden beigebracht.

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Und wieder muss Afrika unter den „Wahnsinnigen des Nordens“ leiden

„Afrika trägt die Kosten des US-Iran-Krieges“ titelt Africa Confidential am 1. Mai 2026:

Der frühe Optimismus zu Beginn des Jahres 2026 über Afrikas Wirtschaftswachstum ist Sorgen gewichen: IWF und Weltbank haben ihre Wachstumsprognosen für Subsahara-Afrika für 2026 um 0,3 % (auf 4,3 %) bzw. 0,2 % (auf 4,1 %) gesenkt – ausgelöst durch die Folgen der Nahost-Krise. Africa-confidential

Während in Europa die Mineralölkonzerne die Autofahrer abzocken (nur ein ganz kleiner Teil des in Europa verbrauchten Rohöls und Gases kommt durch die Straße von Hormus) und während wir uns über etliche Cent mehr and Zapfsäule aufregen, stürzt der Afriklanische Kontinent erneut in eine große Wirtschaftskride. Die Treibstoffpreise sind auf dem gesamten Kontinent um 15 bis 40 % gestiegen. Die Sperrung der Straße von Hormus hat Handelsrouten unterbrochen, Düngemittellieferungen gestoppt und humanitäre Hilfe blockiert – beispielsweise stecken Medikamente für 20.000 Menschen im Sudan in Dubai fest. CNN

Fatal ist insbesondere, dass die Ureapreise seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar um 60 bis 70 % gestiegen sind (Golfstaaten produzieren rund 35 % des weltweiten Harnstoffs. OkayAfrica

Keine Regierung hat die drohende Düngemittelknappheit vor der nächsten Pflanzsaison bisher adäquat adressiert. Mal wieder droht eine Hungerkatastrophe mehr!

Ähnlich wie nach dem Ukrainekrieg 2022 – stehen die Afrikaner als stille Leidtragende eines Konflikts da, an dem sie nicht beteiligt sind.