In Demut erinnern

In Demut erinnern

Heute haben wir mit der SPD-Tiergarten Süd wieder einen Gedenkspaziergang gemacht. Diesmal durch die Lützowstraße. Die Berichte über das jüdische Leben in dieser Straße, über die Verfolgungen durch die Nazis und die Schicksale der Opfer waren wieder sehr bewegend. Ein klares Fazit: NIE WIEDER!

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Täter – Opfer – Täter

Ein Gedenk-Spaziergang über die Kurfürstenstraße

Aus gutem Grund putzen wir von der SPD seit Jahren in Berlin Stolpersteine. Einerseits in demütigem Gedenken der Opfer, andererseits, um das Vergessen zu verhindern. Aber die Stolpersteine liegen ja nur repräsentativ für viele andere in unserem Pflaster und diese wollen wir bei unserem Gedenk-Spaziergang durch die Kurfürstenstraße auch würdigen.

Laut „mapping the lives“ lebten in den dreißiger Jahren fast 300 jüdische Mitbürger*innen in der Kurfürstenstraße.

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Der Blutzoll sollte gewaltig werden

 Der Blutzoll sollte gewaltig werden

Mit der Machtübergabe an Adolf Hitler „traf die Schicksalswende von 1933 auf eine Schule, die die Erfahrungen der letzten Jahre unsicher gemacht hatte, wieweit die Bildungsgüter, die sie weiterzugeben hatte, außerhalb ihres Bereiches noch als Werte angesehen wurden“.
(Zitat aus: Das Wetzlarer Gymnasium 1799 – 1949, Festschrift zum 150jährigen Bestehen der Anstalt, Wetzlar 1953)

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Von der Spilburg in den Tod

Russlandfeldzug 4 von 6

In den Wetzlarer Kasernen wurde der Nachwuchs für die Front ausgebildet – oder richtiger: das Kanonnenfutter

Die deutschen Besatzer hatten innerhalb weniger Monate in Russland rund zwei Millionen der bis Ende 1941 gefangen gesetzten 3,35 Mio sowjetischen Soldaten an Auszehrung infolge ungenügender Essensrationen, mangelnder medizinischer Betreuung und fehlenden Schutzes vor Hitze und Kälte sterben lassen. Später wurden Kriegsgefangene ins Reich deportiert, um dort als Zwangsarbeiter Schwerstarbeit in der Rüstungsindustrie zu leisten. Die schlechte Behandlung sollte weiteren 1,3 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen das Leben kosten. Aber auch deutsche Soldaten fielen massenweise an der Ostfront oder kamen auf Todesmärchen in Russland und in den dortigen Gefangenenlagern um. Auch viele aus Wetzlar oder solche, die in Wetzlar ausgebildet worden waren.

Von Dr. Bergis Schmidt-Ehry und Ernst Richter

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