Die CDU/CSU verweigert sich seit der Ära Kohl der dringend erforderlichen Steuerreform in Deutschland, die der immer größer werdenden Ungleichheit entgegenwirkt – eine „Vokspartei“, die den Super-Reichen dient!

Dabei hat sich zwischen 1993 und 2021 die Kluft zwischen den „Habenden“ und den „Habenichts“ erheblich vergrößert. In der unteren Hälfte der Verteilung ist das Vermögen kaum gewachsen, während sowohl die obersten 10 % als auch die 50–90 % der Haushalte ihr Vermögen etwa verdoppelt haben. Folglich ist ein Haushalt in den obersten 10 % der Vermögensverteilung nun im Durchschnitt 116-mal reicher als ein Haushalt in der unteren Hälfte. Vor 30 Jahren war der Unterschied (nur) 62 Mal so groß. (Quelle: Wealth and its Distribution in Germany, 1895 -2021)
Das reichste ein Prozent in Deutschland, etwa 800 000 Menschen, häuft ein komplettes Viertel des Multibillionenvermögens an. Das ist zehnmal so viel wie die gesamte ärmere Hälfte – also wie rund 40 Millionen Menschen.
In der Süddeutschen Zeitung fordert Alexander Hagelüken nach dem Scheitern der Arbeitnehmerprämie im Bundesrat eine große Steuerreform mit dauerhaft niedrigeren Einkommensteuern für die arbeitende Mitte. Die Reform soll durch höhere Steuern für Superreiche finanziert werden, etwa durch eine Vermögensteuer ab 20 Millionen Euro, was über 30 Milliarden Euro jährlich einbringen könnte.
Eine solche Reform wäre eine mächtige Ansage gegen die AfD, die mit ihren Steuerplänen vor allem Topverdiener mit 150.000 Euro und mehr begünstigen will. (Quelle: SZ)
Entdecke mehr von Dr. Bergis Schmidt-Ehry
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.