Frankreich 2024
Die Hauptstadt des Departments Dordogne wird dominiert durch eine gewaltige Kathedrale und erhält ihren Charme durch schmale Gässchen und viele belebte Plätze.

Die Hauptstadt des Departments Dordogne wird dominiert durch eine gewaltige Kathedrale und erhält ihren Charme durch schmale Gässchen und viele belebte Plätze.

Ohne Cyrano würden die meisten Menschen wohl an dem kleinen Ort an der Dordogne vorbeifahren. Spätesten seit der Verfilmung mit Gerard Depardieu, ist der Mann mit der übergroßen Nase, unglückliche Liebhaber und „erste Ghostwriter der Geschichte“ international bekannt. Und damit auch der Ort.

Die Dordogne ist ein Fluss, der seit der Urgeschichte Menschen angezogen hat: frühe Jäger und Sammler, die in den Höhlen entlang der Vézère Spuren hinterließen; Adelige, die ihre Burgen über die Täler setzten; Briten, die im Hundertjährigen Krieg ganze Landstriche prägten; Kanuten, die heute die ruhigen Kurven des Flusses genießen; und natürlich die vielen Reisenden, die sich von Landschaft, Licht und Geschichte beglücken lassen.
Zwischen hohen Kalkfelsen, weiten Flussschleifen und mittelalterlichen Dörfern entfaltet die Dordogne eine Atmosphäre, die gleichermaßen archaisch und sanft ist. Der Fluss trägt Geschichten – alte, tiefe, leichte, sommerliche – und verbindet sie zu einem Landschaftsraum, der bis heute Menschen berührt.

Schon beim ersten Schritt durch die Altstadt von Sarlat spürt man, dass Genuss hier nicht Nebensache ist, sondern Lebensform. Ja – wegen der Enten und Gänse, der Wurst, dem Schinken, den Oliven und dem Käse läuft einem eigentlich immer der Speichel im Mund zusammen. Die Märkte sind ein Fest der Düfte, Farben und Stimmen, und die Auslagen wirken wie kleine Altäre des guten Lebens.
Aber Sarlat ist mehr als Foie gras, Confit und Käseglück. Die Stadt trägt eine Geschichte, die in jedem Stein mitschwingt: mittelalterliche Gassen, goldene Fassaden, Plätze, die im Abendlicht wie Bühnen wirken. Zwischen den Häusern aus warmem Sandstein entfaltet sich eine Atmosphäre, die gleichermaßen lebendig und gelassen ist – ein Ort, der sich nicht nur über den Gaumen, sondern auch über das Auge und die Stimmung erschließt.
Sarlat ist Genuss, ja – aber auch Kultur, Licht, Geschichte und ein Lebensgefühl, das sich nicht auf einen Teller reduzieren lässt.
Aber bitte nicht in der Touristen-Saison am Mittwoch („Markttag“) besuchen – keine Parkplätze und zu viele Menschen…..

Weiche Hügel, alte Wälder, Flusstäler, die im Morgenlicht silbern wirken, und Dörfer aus hellem Stein, die sich wie selbstverständlich in die Umgebung fügen. Zwischen Dordogne und Vézère entfaltet sich eine Region, die Geschichte und Natur auf besondere Weise verbindet – prähistorische Stätten, mittelalterliche Burgen, stille Wege entlang der Flüsse.
Die Atmosphäre ist warm und ruhig, oft durchzogen von einem Licht, das die Landschaft weich modelliert. Es ist ein Landstrich, der sich über Eindrücke erschließt: der Duft von Erde und Kräutern, das Geräusch von Wasser, das durch die Täler zieht, das Spiel der Schatten in den Kastanienwäldern.

Das Schloss wurde 1489 von François de Caumont, Graf von Castelnaud, erbaut.
Josephine Baker, Varieté-Star und Résistance-Kurierin mietete das Schloss erstmals 1938 und kaufte es 1947. Sie machte das Schloss zum zuhause ihrer zwölf Adoptiv-Kinder aus verschiedenen Ländern und Kulturen.
