Spanienreise 2022
– die Kathedrale des Heilgen Apostels Jakobus in Bilbao

Am 19.August 1937 nahmen die Truppen General Francos die einst reiche Stadt ein und beendeten die baskische Selbstbestimmung. Die einst blühende Stadt ging ihrem Niedergang entgegen und verkam bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zu einer hässlichen, grauen, schmutzigen Industriestadt.
Davon ist heute nichts mehr zu spüren!
Der Stadt gelang es, ihre wirtschaftlichen Aktivitäten zu diversifizieren und zu einem kulturellen Magneten zu werden. Der „Guggenheim-Effekt“ (Nicolas van Ryk) hat die Stadt vor der Bedeutungslosigkeit bewahrt „Bilbao hat sich zu einem sehenswerten Wirtschaftszentrum mit künstlerischen Ambitionen gemausert.“ bei der Eröffnung des Museums war Bilbao noch eine „verwesende Industrieleiche [..] im Schwefelhauch [..] weitab von den großem Entwicklungspolen der EU“ (Jörg-Uwe Albig: Der Palast der zerbrochenen Formen)


Die baskische Siedlung Gasteiz hatte der Westgotenkönig Leovigild anlässlich eines Sieges über die Vasco im 6. Jahrhundert zu Victoriacum („Siegesstadt“) umgegründet.

Einst residierte hier der Diktators Franco in seiner Sommerresidenz, dem Palacio de Miramar. Jahre lang war es Zentrum der baskischen Unabhängigkeitsbewegung. Heute ist es eher berühmt für seinen formidablen Strand La Concha.

Pamplona ist eine Stadt der Wendepunkte: Hier begann Ignatius von Loyola nach seiner Verwundung seinen geistlichen Weg; hier fand Hemingway jene Mischung aus Rausch, Gefahr und Ritual, die seine Romane prägte. Und hier lebt bis heute die Tradition der San‑Fermín‑Fiestas, die die Stadt jeden Juli in einen historischen Ausnahmezustand versetzen. Hinter dem Spektakel aber liegt eine alte Königsstadt, deren Geschichte zwischen Navarra, Kastilien und dem Baskenland verläuft – ein Ort, der seine Identität immer wieder neu definiert hat.

Die Dordogne ist ein Fluss, der seit der Urgeschichte Menschen angezogen hat: frühe Jäger und Sammler, die in den Höhlen entlang der Vézère Spuren hinterließen; Adelige, die ihre Burgen über die Täler setzten; Briten, die im Hundertjährigen Krieg ganze Landstriche prägten; Kanuten, die heute die ruhigen Kurven des Flusses genießen; und natürlich die vielen Reisenden, die sich von Landschaft, Licht und Geschichte beglücken lassen.
Zwischen hohen Kalkfelsen, weiten Flussschleifen und mittelalterlichen Dörfern entfaltet die Dordogne eine Atmosphäre, die gleichermaßen archaisch und sanft ist. Der Fluss trägt Geschichten – alte, tiefe, leichte, sommerliche – und verbindet sie zu einem Landschaftsraum, der bis heute Menschen berührt.

Schon beim ersten Schritt durch die Altstadt von Sarlat spürt man, dass Genuss hier nicht Nebensache ist, sondern Lebensform. Ja – wegen der Enten und Gänse, der Wurst, dem Schinken, den Oliven und dem Käse läuft einem eigentlich immer der Speichel im Mund zusammen. Die Märkte sind ein Fest der Düfte, Farben und Stimmen, und die Auslagen wirken wie kleine Altäre des guten Lebens.
Aber Sarlat ist mehr als Foie gras, Confit und Käseglück. Die Stadt trägt eine Geschichte, die in jedem Stein mitschwingt: mittelalterliche Gassen, goldene Fassaden, Plätze, die im Abendlicht wie Bühnen wirken. Zwischen den Häusern aus warmem Sandstein entfaltet sich eine Atmosphäre, die gleichermaßen lebendig und gelassen ist – ein Ort, der sich nicht nur über den Gaumen, sondern auch über das Auge und die Stimmung erschließt.
Sarlat ist Genuss, ja – aber auch Kultur, Licht, Geschichte und ein Lebensgefühl, das sich nicht auf einen Teller reduzieren lässt.
Aber bitte nicht in der Touristen-Saison am Mittwoch („Markttag“) besuchen – keine Parkplätze und zu viele Menschen…..

Weiche Hügel, alte Wälder, Flusstäler, die im Morgenlicht silbern wirken, und Dörfer aus hellem Stein, die sich wie selbstverständlich in die Umgebung fügen. Zwischen Dordogne und Vézère entfaltet sich eine Region, die Geschichte und Natur auf besondere Weise verbindet – prähistorische Stätten, mittelalterliche Burgen, stille Wege entlang der Flüsse.
Die Atmosphäre ist warm und ruhig, oft durchzogen von einem Licht, das die Landschaft weich modelliert. Es ist ein Landstrich, der sich über Eindrücke erschließt: der Duft von Erde und Kräutern, das Geräusch von Wasser, das durch die Täler zieht, das Spiel der Schatten in den Kastanienwäldern.
