Wenn’s kein Islamist war, war’s ja wohl ein Psycho…

…so könnte man die meist stereotypen Reaktionen auf Amokläufe in unserer Gesellschaft zusammenfassen.

Und wenn das Thema Migration nicht greift – wie nach dem Angriff auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg – wird verstärkt der Ruf laut, „Gefahren frühzeitig zu erkennen und einzudämmen“. Das ist auch gerade in der Aufarbeitung des Ereignisses in Magdeburg der Fall.

Weiterlesen →
Bergis – der Bärentöter?

Bergis – der Bärentöter?

Mein Vater hat mir immer erzählt, der Name Bergis käme aus dem Altgermanischen oder Altnordischen und bedeute Bärentöter. Als kleiner Junge – der klein und schmächtig war – dachte ich irgendwann würde ich auch entsprechend groß und stark. Daraus wurde nichts.

Kein „Bärentöter“!
Weiterlesen →

Statt internationaler Solidarität – sinnlose Reisebeschränkungen

Zwar ist der aktuelle Ebola-Ausbruch eine Gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite (PHEIC), es handelt sich aber um eine lokal/regional beschränkte Epidemie und nicht um eine globale Pandemie! Diese Krise ist gravierend für die betroffene Afrikanische Region aber nicht für Amerika, Europa oder den Rest der Welt!

Elektronenmikroskopische Aufnahme eines Ebola-Virus (Quelle: Wikimedia Commons)
Weiterlesen →

Hanta erschreckt Europa, Ebola erst mal nicht

Afrika wird bei Ebola nicht einfach „vergessen“ — aber viel zu oft nur dann ernst genommen, wenn die Krise längst internationale Schlagzeilen macht. Genau das ist der blinde Fleck: Europa reagiert schnell auf das, was nah und potenziell störend wirkt, während Afrika mit wiederkehrenden Ausbrüchen, schwächeren Gesundheitssystemen und Sicherheitsproblemen den Preis eines globalen Zwei-Klassen-Gesundheitsschutzes trägt.

Weiterlesen →
In Demut erinnern

In Demut erinnern

Heute haben wir mit der SPD-Tiergarten Süd wieder einen Gedenkspaziergang gemacht. Diesmal durch die Lützowstraße. Die Berichte über das jüdische Leben in dieser Straße, über die Verfolgungen durch die Nazis und die Schicksale der Opfer waren wieder sehr bewegend. Ein klares Fazit: NIE WIEDER!

Weiterlesen →

Da wo Goethes Tante wohnte (?)

Ich bin in der Schmiedgasse 1 in Wetzlar aufgewachsen. Für mich war es einfach unser Haus — der Geruch des Treppenhauses, die Ecke zum Kornmarkt, die Geräusche der Gasse. Ein Fachwerkhaus, unscheinbar von außen, wie viele in dieser Altstadt. Dass in diesen Mauern Geschichte steckte, hat mir erst das Erwachsenwerden beigebracht.

Weiterlesen →

Und wieder muss Afrika unter den „Wahnsinnigen des Nordens“ leiden

„Afrika trägt die Kosten des US-Iran-Krieges“ titelt Africa Confidential am 1. Mai 2026:

Der frühe Optimismus zu Beginn des Jahres 2026 über Afrikas Wirtschaftswachstum ist Sorgen gewichen: IWF und Weltbank haben ihre Wachstumsprognosen für Subsahara-Afrika für 2026 um 0,3 % (auf 4,3 %) bzw. 0,2 % (auf 4,1 %) gesenkt – ausgelöst durch die Folgen der Nahost-Krise. Africa-confidential

Während in Europa die Mineralölkonzerne die Autofahrer abzocken (nur ein ganz kleiner Teil des in Europa verbrauchten Rohöls und Gases kommt durch die Straße von Hormus) und während wir uns über etliche Cent mehr and Zapfsäule aufregen, stürzt der Afriklanische Kontinent erneut in eine große Wirtschaftskride. Die Treibstoffpreise sind auf dem gesamten Kontinent um 15 bis 40 % gestiegen. Die Sperrung der Straße von Hormus hat Handelsrouten unterbrochen, Düngemittellieferungen gestoppt und humanitäre Hilfe blockiert – beispielsweise stecken Medikamente für 20.000 Menschen im Sudan in Dubai fest. CNN

Fatal ist insbesondere, dass die Ureapreise seit Beginn der US-israelischen Angriffe auf den Iran Ende Februar um 60 bis 70 % gestiegen sind (Golfstaaten produzieren rund 35 % des weltweiten Harnstoffs. OkayAfrica

Keine Regierung hat die drohende Düngemittelknappheit vor der nächsten Pflanzsaison bisher adäquat adressiert. Mal wieder droht eine Hungerkatastrophe mehr!

Ähnlich wie nach dem Ukrainekrieg 2022 – stehen die Afrikaner als stille Leidtragende eines Konflikts da, an dem sie nicht beteiligt sind.