Volendam — Leben hinterm Deich

Holland 2026

Volendam liegt keine zehn Kilometer von Edam entfernt — wir fuhren mit dem Auto, der Caravan blieb auf dem Stellplatz. Unseren Parkplatz fanden wir im Parallelweg – hinter dem Deich. Der Deich ist das touristische Zentrum, dahinter, im sogenannten Labyrinth, siedelten sich einst die Fischer an. Das Wasser war früher nicht Kulisse, sondern Bedrohung.

Heute ist der Deich eine Flaniermeile. Souvenirläden, Fischrestaurants, Fotostudios, in denen man sich gegen Geld in historische Tracht stecken lassen kann. Seit den 1980er Jahren trägt in Volendam niemand mehr die traditionelle Kleidung im Alltag — aber das Geschäft damit läuft prächtig.

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Amsterdam war der Plan. Edam wurde die Geschichte.

Holland 2026

Der ursprüngliche Plan war: Amsterdam. Grachten, Rijksmuseum, Stroopwafeln am Kanal. Der Campingplatz in Amsterdam war mir zu teuer. Also scrollte ich durch die Karte, dreißig Kilometer in alle Richtungen — und stieß auf einen Campingplatz in einem Ort namens Edam. Kannte ich vom Käse. Warum also nicht.

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Bahn gefährdet Demokratie ?

Es sei brandgefährlich, wenn immer mehr Menschen den Eindruck bekämen, dass der Staat nicht funktioniere, sagt öffentlichkeitswirksam ein Minister der aktuellen Regierung. Der Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) sieht im Zustand der Deutschen Bahn eine mögliche Gefahr für die Demokratie.

Eigentlich ist aber der Minister mit dieser Aussage die eigentliche Gefahr, denn Demokratie ist dann doch etwas völlig Anderes als ein „Service-Leister“ – die Deutsche Bahn.

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Maridi, die Azande und die vergessene Geschichte Äquatorias

Der Süd-Sudan vor dem Mahdi

Der Mahdi‑Aufstand von 1881 gilt oft als Wendepunkt der sudanesischen Geschichte. Doch wer den heutigen Südsudan verstehen will, muss weiter zurückblicken – in eine Zeit, in der die Region Äquatoria, das Azande‑Königreich und Orte wie Maridi ihre eigenen politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Dynamiken hatten. Es ist eine Geschichte, die selten erzählt wird: der Süd-Sudan vor dem Mahdi, bevor die großen Umbrüche des 19. Jahrhunderts das Land erschütterten.

Wenn man heute nach Maridi fährt, über die rote Erde, die sich wie feiner Staub auf die Haut legt, ahnt man kaum, wie alt die Wege sind, die man dort betritt. Die Hügel wirken friedlich, fast schläfrig, und doch tragen sie Geschichten, die weit älter sind als die kolonialen Karten, die später über sie gelegt wurden. Bevor der Mahdi im Norden seine Anhänger sammelte, bevor die ägyptischen Garnisonen kamen, war dieser Landstrich ein Geflecht aus Königreichen, Wäldern und Wanderwegen, die niemand je auf Papier bannte – aber jeder kannte.

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Schleichend beginnt wieder der Bürgerkrieg

Fast 200 Tote im Süd-Sudan

Am 21. Februar im Bundeststaat Jonglei sechzehn Nuer getötet, nur acht Tage später wurden im Distrikt Ruweng an der Grenze zum Sudan die Leichen von 169 Dinka gefunden. Der Bürgerkrieg zwischen den beiden größten Etnien des Süd-Sudan ist bereits wieder in vollem Gange – und die Welt schaut weg…

Das Jahr 2025 war bereits geprägt von Zusammenstößen zwischen den Kräften von Präsident Salva Kiir, einem Dinka, und denen seines Hauptrivalen und ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar, einem Nuer, der nun inhaftiert ist. Der Südsudan steht vor seiner schwerwiegendsten Sicherheits- und humanitären Krise seit der Unterzeichnung des sogenannten „revitalisierten“ Friedensabkommens im Jahr 2018 und der Bildung einer Übergangsregierung der nationalen Einheit im Jahr 2020.

Getrennt Müll sammeln – müssen wir das wirklich?

Vielleicht geht es Euch wie mir. Fast täglich ärgere ich mich über das oft mühsame Trennen des Mülls, der leider auch bei mir in unerquicklichen Mengen anfällt. Aber ich unterziehe mich dem, weil es ja einem guten Zweck dient. Oder etwa nicht?

Natürlich war es ein richtiger Schritt, dafür zu sorgen, dass unser Müll nicht mehr nur deponiert, verbrannt oder gar nach Afrika verschifft wird. Aber hält das Duale System Deutschland (DSD) denn wirklich, was es versprochen hat?

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