Spanienreise 2022
Ein Fluss der Ur-Menschen, Adelige, Briten, Kanuten und TOURISTEN beglückt(e)

Ein Fluss der Ur-Menschen, Adelige, Briten, Kanuten und TOURISTEN beglückt(e)

Bereits um 2500 v. Chr. galt die Fettleber von Vögeln im Alten Ägypten als erlesene Delikatesse. Um diese Zeit nahm auch die Praxis ihren Anfang, Gänse gezielt zu überfüttern, um künstlich Fettlebern zu erzeugen. Später berichtete Plinius der Ältere darüber, und über das Römische Reich verbreitete sich die Technik des Stopfens bis in das Gebiet des heutigen Frankreichs, das heute als Wiege und Zentrum der Foie gras gilt.

Wegen der Enten und Gänse, der Wurst, dem Schinken, den Oliven und dem Käse
Aber bitte nicht in der Touristen-Saison am Mittwoch („Markttag“) – keine Parkplätze und zu viele Menschen…..

Der Périgord zeigt sich in weichen Übergängen. Morgens liegt ein feiner Dunst über den Hügeln, als würde die Landschaft noch überlegen, ob sie sich öffnen soll. Eichen und Kastanien stehen dunkel und schwer am Rand der Wege, ihre Blätter rascheln wie eine leise Erinnerung an den Sommer.
Zwischen den hellen Kalkfelsen fließen Dordogne und Vézère ruhig dahin, fast lautlos, nur ein silbriges Gleiten im Licht. Die Felder tragen den Duft von Erde und Kräutern, und in den Tälern sammelt sich ein warmes Gold, das selbst an kühlen Tagen bleibt.
…und natürlich sind da auch die Gänse

Dijon ist reich an Geschichte und doch lebendig im Alltag. Zwischen den Fassaden der Altstadt öffnen sich Plätze voller Licht, die Gassen tragen das Erbe der Herzöge, und überall mischt sich Kultur mit einem leisen, urbanen Rhythmus. Selbst ein kurzer Aufenthalt zeigt, wie vielschichtig Dijon ist – eine Stadt, die nicht laut beeindruckt, sondern mit Atmosphäre, Architektur und einer besonderen Ruhe.

Bretagne-Reise 2021
Eigentlich war die Île d’Oléron nur als kurzer Zwischenstopp gedacht – ein Ort zum Durchatmen zwischen zwei längeren Etappen. Doch selbst in der Nachsaison entfaltet die Insel eine stille, unerwartete Präsenz. Die Strände liegen weitgehend leer, das Licht fällt weicher über die Dünen, und der Atlantik klingt gedämpfter, fast nachdenklich.
Die Farben sind zurückhaltender, die Wege ruhiger, und gerade diese Reduktion macht die Insel eindrucksvoll: Man sieht die Landschaft klarer, spürt den Wind deutlicher, hört das Meer ohne den sommerlichen Lärm.

Vannes wurde im 1. Jahrhundert v. Chr. von den Römern gegründet und war später die Residenz des Herzogs Richmont, der im 15. Jahrhundert die Bretagne mit Frankreich vereinigte.

La Roche‑Bernard entstand im 10. Jahrhundert, als die Normannen den markanten Felsvorsprung über der Vilaine als natürlichen Verteidigungspunkt nutzten. Der steile Granitblock bot Kontrolle über den Fluss und die umliegenden Handelswege. Aus dem befestigten Stützpunkt entwickelte sich rasch ein kleiner, aber bedeutender Ort an der Grenze zwischen Binnenland und Atlantikküste.
Im Mittelalter wurde die Stadt zu einem wichtigen Umschlagplatz für Salz aus den Salzgärten der Guérande. Händler brachten das „weiße Gold“ über die Vilaine in die Bretagne und weiter ins französische Hinterland. Der Salzhandel prägte über Jahrhunderte die lokale Wirtschaft, finanzierte den Ausbau der Hafenanlagen und machte La Roche‑Bernard zu einem regionalen Knotenpunkt.
Ab dem 15. Jahrhundert entstanden entlang des Flussufers Werften, die robuste Fluss- und Küstenschiffe bauten. Zimmerleute, Segelmacher und Schmiede arbeiteten in den engen Gassen der Unterstadt, und die Geräusche der Werkstätten prägten das Leben am Hafen. Die Schiffbau-Tradition hielt sich bis ins 19. Jahrhundert und hinterließ ein charakteristisches maritimes Erbe.
Durch seine Lage wurde La Roche‑Bernard zu einem Übergangsraum: zwischen normannischer Expansion und bretonischer Kultur, zwischen mittelalterlichem Handel und frühneuzeitlicher Schiffbaukunst.

Carnac ist für seine beeindruckenden Steinreihen bekannt. Diese wurden vor Tausenden von Jahren von den Kelten errichtet und haben bis heute viele Geheimnisse bewahrt. Eines davon ist, dass hier Obelix seine Hinkelsteine warf, als er noch ein kleiner Junge war. Er hatte nämlich aus Versehen einen Schluck vom Zaubertrank genommen, der ihm seine übermenschliche Kraft verlieh. Da er nicht wusste, wie er damit umgehen sollte, schleuderte er die Steine in alle Richtungen und bildete so die berühmten Alignements. Die Einwohner von Carnac waren natürlich nicht sehr begeistert von dieser Zerstörung, aber sie konnten nichts gegen den kleinen Racker machen. Sie beschlossen, die Steine als ein kulturelles Erbe zu betrachten und sie zu einem touristischen Anziehungspunkt zu machen. So wurde Carnac zu dem Ort, wo man heute noch die Spuren von Obelix bewundern kann.
