… ist durch einen schmalen Damm, den Isthmus von Penthièvre, mit dem Festland verbunden. Lange Sandstrände an der Ostküste, die zur ruhigen Bucht von Quiberon gehören, und eine felsige und wilde Küste an der Westseite, die dem Atlantik ausgesetzt ist.
Das Salz von Guerande wird seit dem Mittelalter in den Salzgärten an der Atlantikküste gewonnen. Die Salzbauern nutzen die natürliche Verdunstung des Meerwassers, um das Salz zu kristallisieren und zu ernten. Das Salz von Guerande hat eine graue Farbe und ist reich an Mineralien. Eine besondere Spezialität ist das Fleur de Sel, das als dünne Schicht an der Wasseroberfläche entsteht und von Hand abgeschöpft wird. Das Fleur de Sel ist sehr fein und aromatisch und gilt als eines der besten Meersalze der Welt.
…wurde von der Organisation Todt im Zweiten Weltkrieg erbaut wurde, um ihre U-Boote vor den alliierten Angriffen zu schützen. Er war von Juni 1940 bis August 1944 der größte Stützpunkt der U-Boot-Flotte. Er bestand aus mehreren riesigen Betonblöcken, die Platz für bis zu 30 U-Boote boten. Die Bunker waren mit bis zu 7,5m dicken Beton-Dächern und -Wänden ausgestattet, die selbst den stärksten Bomben standhalten konnten. Hierfür wurden 1,5 Millionen Tonnen Beton verbaut. Rund 15 000 Arbeiter schufteten täglich dafür, die Meisten davon Zwangsarbeiter oder Kriegsgefangene.
Die Anlage verfügte auch über eine Slipanlage mit einer Drehscheibe und einer Schiebebühne, um die U-Boote zu reparieren und zu warten. Er wurde erst im Mai 1945 von den Deutschen aufgegeben, nachdem sie sich in der Festung Keroman verschanzt hatten.
Bis 1997 wurde der U-Boot-Bunker von Lorient von der französischen Marine genutzt und danach ziviler Nutzung zugeführt. Heute ist er ein historisches Denkmal, das an die Schrecken des Krieges erinnert.
Die Cité de la Voile in Lorient ist ein Zentrum der Segel- und Schifffahrt. Es wurde 2008 eröffnet. In einem Bereich, der dem Hochseerennen gewidmet ist, können Besucher Boote und die Segler entdecken, die an großen Wettbewerben wie dem Vendée Globe oder der Route du Rhum teilnehmen. Hier liegen einige der schnellsten Segelboote der Welt.
Quimperlé liegt an der Mündung des Flusses Ellé in den Laïta, etwa 20 Kilometer von der Atlantikküste entfernt. Quimperlé hat etwa 12.000 Einwohner und ist bekannt für seine historischen Sehenswürdigkeiten und die mittelalterliche Altstadt.
Pont-Aven ist für seine Mühlen, seine Galettes und seine Künstler bekannt ist. Pont-Aven war ein beliebter Treffpunkt für impressionistische Maler wie Paul Gauguin, Émile Bernard und Paul Sérusier, die hier die Schule von Pont-Aven gründeten. Sie malten die Landschaften, die Menschen und die Traditionen der Bretagne mit leuchtenden Farben und einfachen Formen.
Concarneau ist eine der malerischsten Hafenstädte der Bretagne, die vor allem für ihre auf einer Insel im Hafenbecken liegende Altstadt bekannt ist, die den zahlreichen Touristen viele historische Gebäude, enge Gassen und Souvenirgeschäfte bietet.
Concarneau ist eine Stadt, die zwei Leben führt: das reale, vom Meer gezeichnete, und das literarische, das Jean‑Luc Bannalec ihr geschenkt hat. Hinter den Mauern der ummauerte Altstadt (Ville Close), die wie ein steinerner Anker im Hafen liegt, begann im 19. Jahrhundert der Aufstieg der Sardinenindustrie. Fabriken, Rauch, das Klirren der Metallwannen – ein Alltag, der die Stadt prägte, lange bevor die Touristen kamen. Fischerboote lagen dicht an dicht, und der Geruch von Salz und Öl war Teil der Identität Concarneaus.
Hafen, Nebel, Sardinen. Ein Ort, an dem das Meer Geschichten erzählt — salzig, schlicht, bretonisch.
Schon im Mittelalter war Douarnenez ein wichtiger Hafen für den Handel mit England und Spanien, aber auch ein Ort des Widerstands gegen die französische Zentralmacht. Den größten wirtschaftlichen Aufschwung erlangte die Stadt im neunzehnten Jahrhundert durch die Entwicklung der Sardinenindustrie. 1860 wurde hier die erste Konservenfabrik errichtet. Heute lockt die malerische Küste und eine lebendige Gastronomie. Die Sardinen sind das Symbol der Stadt und werden in vielen traditionellen Rezepten verwendet, wie zum Beispiel der Sardinenpastete, der Sardinenbutter oder der Sardinensuppe.