Der Nidarosdom – auch das „Herz Norwegens“ genannt – ist die älteste und größte Kirche in Norwegen. Er wurde im 12. Jahrhundert auf dem Grab des heiligen Königs Olav Haraldsson errichtet, der als Schutzpatron Norwegens verehrt wird. Hier wurden die meisten norwegischen Könige gekrönt.
Die Kalksteihöhle Grønligrotta im Røvasdal ist etwa 4000 Meter lang und hat eine maximale Tiefe von 107 Metern unter dem Eingang. Sie wurde um 1750 von den ersten Siedlern in Gronlia entdeckt.
Der nördliche Wendekreis ist kein Ort — er ist eine unsichtbare Linie. Im Noreden ist Norwegen weiter, stiller, elementarer. So haben wir es erlebt. Das Licht ist klarer, fast hart, und bleibt länger, als man es gewohnt ist. Im Sommer scheint es, als würde der Tag nicht enden wollen. Im Winter zieht sich die Helligkeit wohl auf ein schmales Fenster zurück. Das wäre wohl eher nichts für mich.
Bereits vor 6000 Jahren siedelten auf den Lofoten frühe Fischer und Jäger.
Seit dem 8.Jahrhundert wird auf den Lofoten Kabeljau (Dorsch) gefangen und als Stockfisch getrocknet. Bereits die Wikinger nahmen ihn als Nahrungs- und Tauchmittel auf ihre langen Reisen mit.
Der Fisch wird nach dem Fang ausgenommen, an den Schwänzen zusammengebunden und auf Holzgestelle gehängt, wo er mehrere Monate lang dem salzigen Wind ausgesetzt ist. Durch die Trocknung verliert der Fisch etwa 80% seines Wassergehalts, behält aber alle Nährwerte bei. Die Lofoten bieten ideale klimatischen Bedingungen für die Herstellung von Stockfisch, da die Luft nicht zu trocken, zu warm oder zu kalt ist. Stockfisch von den Lofoten ist der älteste Exportschlager Norwegens. Er war ein wichtiges Handelsgut der Hanse im Mittelalter. Auch heute bereichert er noch die Küchen vieler Länder, vor allem in Spanien (bacalao), Italien (baccala oder stocco), Portugal und Brasilien (bacalhau – es soll 365 verschiedene Rezepte geben), den USA und Nigeria.
Die Lofoten leben seit Jahrhunderten vom Stockfisch, der hier im Winter an Holzgestellen trocknet. Noch heute prägt dieser Geruch die Dörfer, besonders in Orten wie Henningsvær oder Reine.
Mit dem wachsenden Tourismus hat sich das Leben in den Dörfern verändert, doch die Balance zwischen Tradition und Moderne bleibt spürbar. In Orten wie Reine, Å, Henningsvær oder Nusfjord stehen alte Fischerhütten neben kleinen Cafés, Galerien und Bootsanlegern für Ausflüge. Viele Familien betreiben noch immer Fischerei – oft in Kombination mit Gästehäusern oder kleinen Restaurants, die den Fang des Tages servieren.
Die faszinierende Inselgruppe der Lofoten besteht aus etwa 80 Inseln, die größtenteils durch Brücken oder Tunnel miteinander verbunden sind. Zwischen alpinen Bergrücken leben 24 000 Menschen in malerischen Fischerdörfern im Wesentlichen vom Tourismus und Fischfang.
Tromsö’s Geschichte ist von Fischern, Samen, Wikingern und Polarforschern geprägt.
In Tromsø kreuzen sich die Linien der nordischen Geschichte. Die ersten Siedler waren Fischer und Jäger, die vom Reichtum des Nordmeers lebten. Gleichzeitig ist die Region seit Jahrtausenden Heimat der Sámi, deren Kultur, Sprache und Rentierwirtschaft das Land nördlich des Polarkreises bis heute prägen. Später nutzten Wikinger die geschützten Fjorde als Ausgangspunkt für ihre Reisen in den hohen Norden. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde Tromsø schließlich zur „Pforte zur Arktis“: Von hier brachen Polarforscher wie Roald Amundsen und Fridtjof Nansen zu ihren Expeditionen auf.