Norwegen 2017
Tromsö’s Geschichte ist von Fischern, Samen, Wikingern und Polarforschern geprägt.
In Tromsø kreuzen sich die Linien der nordischen Geschichte. Die ersten Siedler waren Fischer und Jäger, die vom Reichtum des Nordmeers lebten. Gleichzeitig ist die Region seit Jahrtausenden Heimat der Sámi, deren Kultur, Sprache und Rentierwirtschaft das Land nördlich des Polarkreises bis heute prägen. Später nutzten Wikinger die geschützten Fjorde als Ausgangspunkt für ihre Reisen in den hohen Norden. Im 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde Tromsø schließlich zur „Pforte zur Arktis“: Von hier brachen Polarforscher wie Roald Amundsen und Fridtjof Nansen zu ihren Expeditionen auf.




















Die sehenswerte Eismeerkathedrale wurde 1965 erbaut und ist ein Symbol für das Eis, die Dunkelheit und das Polarlicht.
Die Eismeerkathedrale (Ishavskatedralen) ist eines der markantesten Bauwerke Tromsøs. 1965 erbaut, steht sie als modernes Wahrzeichen für Eis, Dunkelheit und Polarlicht. Ihre spitzen, übereinander geschichteten Betonschalen erinnern an treibende Eisschollen oder an die Silhouette eines Gletschers, der sich in den Himmel schiebt.
Im Inneren herrscht eine stille, klare Atmosphäre. Das große Glasmosaik an der Stirnseite fängt das Licht des Nordens ein und lässt den Raum je nach Tageszeit in unterschiedlichen Farben leuchten.






In einem ehemaligen Lagerhaus am Hafen, das von 1830 bis 1978 als Basis für die Jagd auf Robben und Eisbären diente, befindet sich das sehenswerte Polarmuseum in dem Boote, Ausrüstungen, Fotos und Dokumente von berühmten Polarforschern gezeigt werden. Männer, die die Arktis geprägt haben wie kaum andere: Roald Amundsen, der Eroberer des Südpols; Fridtjof Nansen, Wissenschaftler, Diplomat und Pionier der Polarforschung; und Otto Sverdrup, der stille Stratege hinter vielen Expeditionen. Ihre Schiffe legten im Hafen von Tromsø ab, ihre Expeditionen starteten oft hier – und die Stadt wurde so zu einem der wichtigsten Ausgangspunkte für die Erforschung des hohen Nordens.








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