Norwegen 2017
Der nördliche Wendekreis ist kein Ort — er ist eine unsichtbare Linie. Im Noreden ist Norwegen weiter, stiller, elementarer. So haben wir es erlebt. Das Licht ist klarer, fast hart, und bleibt länger, als man es gewohnt ist. Im Sommer scheint es, als würde der Tag nicht enden wollen. Im Winter zieht sich die Helligkeit wohl auf ein schmales Fenster zurück. Das wäre wohl eher nichts für mich.

Hier oben lebt man mit der Natur, nicht neben ihr. Die Menschen richten ihren Alltag nach Wetter und Licht, nach Fjord und Berg. Ein klarer Abend wird genutzt, ein Sturm akzeptiert. Es ist ein Leben, das Gelassenheit lehrt — und Respekt.
Zwischen Mo i Rana, den Lofoten und der endlosen Küstenlinie liegt eine Landschaft, die nicht spektakulär sein will und es gerade deshalb ist. Felsen, Wasser, Wind. Ein paar Häuser, ein Boot, ein Hund, der den Fjord im Blick behält.

Und immer wieder diese Stille, die nicht leer ist, sondern voll von Raum.

















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