Das hätte böse enden können…

Irgendwie kommt Zahnweh immer zur falschen Zeit. Zum beispiel auf der Klassen-Wander-Fahrt. Eine zeitlang habe ich ja durchgehalten. Aber dann musste ich doch zum Zahnarzt. der nächste Ort war Bad Mergentheim.

Ein bisschen Bohren, ein bisschen Plombe. Und dann ging es wieder. Aber auf dem Weg vom Zahnarzt zur Jugendherberge passierte es dann.

Irgendwo lief ich durch einen Park. Hohe Bäume warfen große Schatten. Auf einmal sprang ein Mann aus dem Gebüsch vor mich und wollte mir unbedingt „etwas Interessantes“ zeigen. Na ja. Ich war neugierig…

Und dann holte er ein paar Fotografien hervor. Pornografische…

Und dann wollte er mir an die Hose…

Meine Hand fuhr an mein Pfadfindermesser, das an meiner Lederhose befestigt war. (Damals war sowas noch erlaubt)

Und siehe da, zu meinem Glück verschwand der Typ so schnell, wie er gekommen war.

Auch ich trollte mich und schwieg. Wem sollte ich von dieser Begegnung erzählen? Ich schämte mich ja. Ich hatte ja Pornos geschaut. Die Gefährlichkeit der Situation war mir nicht bewußt.

Sehr lange habe ich dieses Geschehen verdrängt.

Heute lernen wir, dass Schweigen und Verdrängen der falsche Weg sind, dass wir Täter zur Rechenschaft ziehen müssen. Deshalb schreibe ich hier darüber!

Weibliche Genitalverstümmelung als „Schutz von Mädchen“

Zynischer geht es kaum!

Die fürchterlichen Folgen von weiblicher Genitalverstümmelung (FGM), dieser traditionell religiös, aber männlich dominierten Praxis, habe ich in meiner Zeit als Arzt in Afrika leider allzu oft sehen können. Betroffene leiden häufig unter starken Blutungen, Infektionen, und chronischen Schmerzen. Der Verlust der Libido ist gewollt! Spätere Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt sind häufig und führen nicht selten zum Tod. Die lebenslangen psychischen Belastungen sind gravierend.

In den meisten Ländern Afrikas ist daher FGM mittlerweile zumindest gesetzlich verboten.

(Quelle: Souley Dioum, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0, via Wikimedia Commons)

Was leider nicht bedeutet, dass sie nicht praktiziert wird…

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Dobrindt – ein Christ(-Demokrat)?

Dobrindt – ein Christ(-Demokrat)?

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) schon bald dazu anweisen, die Schutztitel von Syrern abzuerkennen.

Von rund einer Million Syrern, die nach Deutschland geflohen sind, haben 500 000 subsidiären Schutz, 10 000 sind bereits freiwillig nach Syrien zurückgekehrt mehr als die Hälfte ist gut integriert.

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Don’t cry about spilled milk

…hätte meine Mutter sagen können.

Als Stepke von fünf Jahren war meine erste Aufgabe die Milch für die Familie zu holen. In der Jäcksburg, am Ende der Abelsgasse gab es damals ein Molkereigeschäft. „Unverpackt“ wurde die Milch in die mitgebrachte Kanne gefüllt. Und ich schleppte sie unverzüglich nachhause in die Schmiedgasse 1.

Eine silberne Milchkanne steht auf einer Steinmauer vor einer grünen Wiesenlandschaft mit einem Bauernhof.
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Zum Römischen Kaiser am Kornmarkt

Wetzlar: Optik-, Goethe- und Bebel-Stadt, und einst freie Reichsstadt

Der „Römische Kaiser“ am Kornmarkt in Wetzlar ist ein historisches Gebäude – ein barockes Theater-, Ball- und Gasthaus aus dem 18. Jahrhundert. Es wurde 1767 erbaut und trug den Namen „Zum Römischen Kaiser“. Das Wirtshausschild zeigt die Figur eines Kaisers, vermutlich Franz I. Stephan von Lothringen, Gemahl von Maria Theresia und römisch-deutscher Kaiser von 1747 bis 1765.

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Jumelage

Jumelage

oder wie aus alten (französischen und deutschen) Feinden Freunde und Verbündete wurden.

Der aus meiner Sicht schockierende Bericht des Spiegels über „Bürger aus Saint-Malo in der Bretagne, die nach Mecklenburg-Vorpommern reisen, um eine Städtepartnerschaft (Jumelage) zu verabreden … und denen man dort die kalte Schulter zeigt“, hat mich bewegt, ein wenig zurück zu denken.

1955 wurde auf Betreiben der Juristin, Mäzenin und Tochter des Wetzlarer Industriellen Ernst Leitz II. Dr. Elsie Kühn-Leitz die Deutsch-Französische Gesellschaft Wetzlar e.V. ins Leben gerufen. Nach den Erfahrungen des Zweiten Weltkriegs wollte Elsie Kühn-Leitz gezielt Erbfeindschaften abbauen und die zivile Aussöhnung zwischen Deutschland und Frankreich fördern.

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AfriCraft e.V.

Unterstützung von lokalen Initiativen auf Augenhöhe

Ende Dezember 2024 war Meinolf zu Besuch und mal wieder begeisterte er mich mit seinen Berichten zu AfriCraft – einer lokalen tansanischen NGO. War ja nicht wirklich neu. Ich hatte die Entwicklung über die Jahre verfolgt. Und konnte mich immer wieder begeistern wegen der Innovationskraft der tansanischen Kolleg*Innen und dem klugen pragmatischen Vorgehen des tansanischen Leiters.

Schnell fassten wir (Adda, Meinolf und ich) den Entschluss, hier in Deutschland einen Verein zur Unterstützung dieser NGO zu gründen. Unterstützende gab es ja sowieso schon ein paar.

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Ebola

Der Ausbruch ist noch lange nicht vorüber!

Beim bisher größten und tödlichsten Ebola‑Ausbruch der Geschichte starben zwischen 2014 und 2016 in West-Afrika (Guinea, Liberia und Sierra Leone) über 11 000 Menschen. In nur vier Monaten sind beim aktuellen Ausbruch im Kongo bereits 3 000 Menschen gestorben – und ein Ende ist nicht abzusehen.

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