Hansehäuser in Bergen

Norwegenreise 2023

Das historische Zentrum von Bergen ist geprägt von den charakteristischen Hansehäusern, die entlang der alten Hafenkaien Bryggen stehen. Diese farbenfrohen Holzhäuser aus dem 14. Jahrhundert sind ein UNESCO-Weltkulturerbe – und Touristenmagnet!

Bergen war über Jahrhunderte einer der wichtigsten Außenposten der Hanse. Ab dem 14. Jahrhundert betrieben die deutschen Kaufleute hier ihr Kontor, das „Deutsche Brücke“, und prägten die Stadt nachhaltig. Die Hansekaufleute handelten vor allem mit Stockfisch, der aus Nordnorwegen kam und in ganz Europa begehrt war. Im Gegenzug brachten sie Getreide, Bier, Stoffe, Werkzeuge und Salz nach Norwegen.

Die typischen Hansehäuser am Bryggen – die schmalen, farbigen Holzgebäude entlang des Hafens – sind bis heute ein sichtbares Erbe dieser Zeit. Sie dienten als Lagerhäuser, Kontorbüros und Wohnräume für die Kaufleute. Hinter den Fassaden liegen enge Gassen und Holzstege, die noch immer den Eindruck vermitteln, wie dicht und geschäftig das Viertel einst war.

Die Hanse prägte Bergen nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell: Deutsche Sprache, deutsche Rechtsformen und hanseatische Handelsregeln bestimmten über Jahrhunderte das Leben im Kontor. Erst im 18. Jahrhundert verlor die Hanse an Bedeutung, doch die Spuren dieser Epoche sind in Bergen überall sichtbar – in der Architektur, in den Museumsräumen und im Selbstverständnis der Stadt als historischer Handelsplatz zwischen Nord und Süd.


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