Die Folgen des Krieges für die Menschen in Wetzlar

1957 wurde am 1. September zum Antikriegstag erklärt. Die Initiative ging vom Deutschen Gewerkschaftsbund aus, um „…alles Erdenkliche zu unternehmen, damit des 1. September in würdiger Form als Tag des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg gedacht wird.“ Anlass hierfür war Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Angriff der faschistischen Wehrmacht auf Polen am 1.9.1939. Am Ende dieses Krieges waren auch die Menschen in Wetzlar von Hunger und Elend bedroht. Das (Über-)Leben der Zivilbevölkerung in der unmittelbaren Nachkriegszeit wird in dem nachfolgenden, zweiteiligen Beitrag beschrieben. Der zweite Teil erscheint in der folgenden Woche. Die Autoren greifen hierbei auf die Studie „Wetzlar 1945 – 1949“ des Historikers Andreas Wiedemann zurück, die in den „Mitteilungen des Wetzlarer Geschichtsvereins“ (Heft 33) 1988 veröffentlicht wurde.

Von Dr. Bergis Schmidt-Ehry und Ernst Richter

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Die Befreiung Wetzlars 1945

Die meisten Deutschen fühlten sich geschlagen, der Rest Europas fühlte sich befreit. Jahrzehnte hat es gedauert, bis sich im Westen Deutschlands die Erkenntnis durchsetzen konnte, dass der 8. Mai 1945 ein Tag der Befreiung war. Der jüngst verstorbene Bundespräsident Richard von Weizsäcker erklärte zum 40. Jahrestag des Endes des zweiten Weltkriegs, dass dieser Tag für die Deutschen kein Tag der Niederlage, sondern ein „Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ gewesen sei. Für Wetzlar kam diese Befreiung bereits am 29.März 1945.

Dieser Artikel greift auf Quellen Wetzlarer Autoren zurück. Besonders lesenswert ist der Aufsatz von Andreas Wiedemann in Heft 33 der Schriftenreihe des Wetzlarer Geschichtsvereins „Wetzlar von 1945 -1949

Von Dr. Schmidt-Ehry, Ernt Richter

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Paris – Invalidendom

Paris – Invalidendom

Loire – Paris 2013

Der Invalidendom in Paris ist die Ruhestätte von Napoleon Bonaparte, einer der umstrittensten Figuren der europäischen Geschichte. Während einige ihn als brillanten Militärstrategen und Reformer sehen, betrachten andere ihn als einen gnadenlosen Eroberer, dessen Kriege sechs Millionen Menschenleben (von 180 Millionen Europäern) forderten. Die Entscheidung, ihn im Invalidendom zu bestatten und weiterhin zu würdigen, spiegelt die widersprüchliche Art und Weise wider, wie historische Figuren erinnert und geehrt werden.

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