Bretagne-Reise 2021
Quimper ist die stille Hauptstadt der Cornouaille, eine Stadt, die sich zwischen Flussarmen, Fachwerk und gotischen Linien entfaltet.

Die Kathedrale Saint‑Corentin erhebt sich wie ein steinernes Rückgrat über der Altstadt – zwei schlanke Türme, ein Innenraum voller Licht, ein Bau, der die bretonische Identität seit Jahrhunderten trägt.
Die Stadt war lange das kulturelle Zentrum der Region: Sitz der Bischöfe, Ort der bretonischen Sprache, Treffpunkt von Handel, Handwerk und Kunst. Die Faïencerie machte Quimper berühmt – Keramik mit kräftigen Farben, bäuerlichen Figuren und bretonischen Mustern, die bis heute in Werkstätten und kleinen Läden zu finden sind.
Zwischen den Fachwerkhäusern fließt die Odet, ruhig, fast gemächlich. Brücken verbinden die Viertel, Cafés ducken sich an die Ufer, und über allem liegt dieser typische bretonische Wechsel aus Licht und Wolken. Quimper ist keine laute Hauptstadt, sondern eine, die ihre Geschichte leise erzählt: in Stein, in Keramik, in Sprache, im Rhythmus der Märkte und Feste.





























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