Norwegen 2017
Am Altafjord wirkt selbst der hohe Norden mild. Das Wasser bleibt das ganze Jahr eisfrei, und über dem Fjord liegt oft ein weiches, kühles Licht. Mit einer mittleren Temperatur von rund 3 °C bot diese geschützte Bucht schon vor Jahrtausenden einen ungewöhnlich lebensfreundlichen Ort. Prähistorische Jäger und Sammler hinterließen hier ihre Spuren: Felsritzungen auf verschiedenen Terrassen über dem heutigen Meeresspiegel, entstanden vor 2000 bis 6500 Jahren.

Heute liegt Alta, mit seinen rund 12 000 Einwohnern, ruhig am inneren Ende des Fjords. Als Hauptstadt der Provinz Troms verbindet der Ort moderne nordische Gelassenheit mit der tiefen, fast archaischen Präsenz seiner steinernen Bilder.







Zwischen Flechten und blankem Fels erzählen die eingeritzten Linien von Rentieren, Elchen, Menschen, Booten und Jagdszenen. Die unterschiedlichen Höhenlagen wirken wie ein stilles Archiv der Erdgeschichte – sie zeigen, wie sich die Küstenlinie im Laufe der Jahrtausende hob und senkte, während das Land nach der letzten Eiszeit langsam aus dem Meer auftauchte.





























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