Holland 2016
Zierikzee empfängt einen mit groer Ruhe. Die kleine Stadt auf Schouwen‑Duiveland wirkt, als hätte sie sich ein Stück Vergangenheit bewahrt – nicht museal, sondern lebendig, warm, getragen vom Rhythmus der Gezeiten. Schon beim ersten Schritt durch das Stadttor spürt man die Nähe des Meeres: ein Hauch Salz in der Luft, Möwenrufe, das Knarren der Masten im Hafen.


Die Altstadt ist ein Geflecht aus schmalen Gassen, alten Kaufmannshäusern und diesen typisch niederländischen Giebeln, die sich wie kleine Wellen aneinanderreihen. Viele Fassaden erzählen Geschichten von Handel, Fischerei und Sturmfluten. Man geht vorbei an Backsteinmauern, die Jahrhunderte gesehen haben, und fühlt sich gleichzeitig aufgehoben und eingeladen, weiterzuschauen.




















Am Hafen öffnet sich die Stadt zum Wasser hin. Boote liegen dicht an dicht, manche frisch gestrichen, andere mit Patina – jedes ein kleines Kapitel der maritimen Geschichte. Das Licht spielt auf dem Wasser, mal silbern, mal tiefblau, und die Stadt scheint sich darin zu spiegeln wie in einem alten, leicht flirrenden Spiegel.











Zierikzee ist kein Ort, den man „besichtigt“. Es ist ein Ort, den man durchwandert, einatmet, auf sich wirken lässt. Ein Ort, an dem die Zeit langsamer geht, ohne stehenzubleiben. Ein Ort, der zeigt, wie viel Schönheit in der Stille liegen kann.
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