Lindesnes

Norwegenreise 2023

Lindesnes, die südlichste Spitze und der älteste Leuchtturm Norwegens

1655 erhielt Povel Hansson vom dänischen König Frederik III. die Erlaubnis, auf Lindesnes einen Leuchtturm zu errichten und zu betreiben. Geplant war ein Kohlenfeuer, doch die dafür benötigten Kohlen aus England trafen nie ein. Hansson musste improvisieren: Er baute einen Holzturm mit einem kleinen Lichthaus und setzte hinter Bleiglas rund 30 Kerzen. Am 27. Februar 1656 leuchtete dieses erste Licht zum ersten Mal.

Die Seefahrer sollten für den Betrieb des Leuchtturms Gebühren zahlen. Doch das Kerzenlicht war schwach, die Sichtbarkeit schlecht – und bald häuften sich Beschwerden beim König in Kopenhagen. Hansson ersetzte die Kerzen durch ein Kohlenfeuer, aber der königliche Entscheid war bereits gefallen: Das Privileg wurde ihm entzogen. Wegen der schlechten Brennqualität der Kohlen und der weiterhin unzureichenden Lichtwirkung musste der Betrieb schon am 6. Oktober 1656 eingestellt werden.

Danach blieb Lindesnes fast 70 Jahre lang ohne Leuchtfeuer. Erst 1725 erhielt der Kaufmann Jørgen Michelsen Bornholm das Recht, wieder einen Leuchtturm zu betreiben. Die Zwillingsfeuer auf Lindesnes und Markøy wurden entzündet – und seit diesem Tag brennt das Licht auf Lindesnes ununterbrochen.


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