Norwegenreise 2023
Der Geirangerfjord wurde bereits vor fast 10 000 Jahren besiedelt – eine erstaunliche Zahl, wenn man bedenkt, wie rau die umliegenden Berge wirken. Doch der Fjord selbst bildet ein geschütztes Mikroklima: Die steilen Felswände halten Wind und Kälte ab, Sonnenwärme sammelt sich in den engen Wasserarmen, und so gedeihen hier Pflanzen, die man im hohen Norden kaum erwarten würde. Erdbeeren wachsen üppig, und sogar Aprikosen reifen an besonders geschützten Stellen.

Die alten Bauernhöfe, die hoch oben an den Hängen kleben, erzählen von dieser ungewöhnlichen Milde. Einige liegen so steil, dass man früher die Kinder mit Seilen sicherte, damit sie nicht in die Tiefe stürzten. Von dort oben blickt man auf einen Fjord, der wie ein blaugrünes Band zwischen den Bergen liegt – still, klar und von einer fast überirdischen Schönheit.
Schön ist er auch heute noch, wenn nicht gerade die kreuzfahrenden Hochhäuser hier herumdümpeln . In den frühen Morgenstunden oder am späten Abend, wenn das Wasser glatt ist und die Hänge im goldenen Licht stehen, zeigt der Geirangerfjord sein wahres Gesicht: ein Ort, der seit Jahrtausenden Menschen anzieht – wegen seiner Fruchtbarkeit, seiner Lage und seiner stillen, majestätischen Kraft.







































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