Schon in der Steinzeit nutzten Menschen die geschützten Buchten rund um Kristiansund als natürlichen Hafen. Die Lage zwischen mehreren Inseln bot Sicherheit, Süßwasser und reiche Fischgründe – ideale Voraussetzungen für frühe Siedlungen und Handel.

Im 17. und 18. Jahrhundert erlebte die Stadt ihren ersten großen Aufschwung. Holz aus den endlosen Wäldern des Nordens wurde hier verladen, und die Heringsfischerei brachte Wohlstand. Doch der eigentliche Schatz Kristiansunds war der Klippfisch: gesalzener, getrockneter Kabeljau, der auf den Felsen rund um die Stadt ausgebreitet wurde, bis er hart und haltbar war.
Dieser Klippfisch wurde zum globalen Exportgut. Er ging nach Portugal, Spanien, Italien, in die Karibik – überall dorthin, wo man ihn für traditionelle Gerichte brauchte. Kristiansund wurde zu einem der wichtigsten Zentren dieses Handels, und der Klippfisch prägt die Stadt bis heute: in den Museen, in den alten Lagerhäusern, in den Geschichten der Fischerfamilien.
Kristiansund ist eine Stadt, die seit Jahrtausenden vom Meer lebt – und deren Reichtum immer wieder aus dem Zusammenspiel von Natur, Handel und harter Arbeit entstanden ist.
















„Apotheke der Liebe“

Übrigens: die Nachbarstadt Molde wurde am 24. April 1940 von der NS-Luftwaffe fast vollständig zerstört – der Norwegische König war vor der deutschen Invasion dorthin geflohen….
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