Süd-Frankreich-Reise 2016
Zwischen den engen Gassen der Altstadt öffnet sich plötzlich ein stiller Platz – und dort steht sie, die Kathedrale Saint‑Étienne, ein Bauwerk wie aus zwei Zeiten zugleich. Ihr romanisches Schiff wirkt schwer und erdverbunden, während der gotische Chor sich licht und hoch in den Himmel streckt. Der berühmte Achsknick, dieser sichtbare Riss in der Geschichte, verleiht ihr eine fast menschliche Unvollkommenheit. Wenn das Nachmittagslicht durch die farbigen Fenster fällt, mischen sich Stille, Staub und Farbe zu einem Moment, der die Jahrhunderte spürbar macht.

Mehrfach erweitert und nach Bränden wieder aufgebaut, wurde die Kathedrale von Toulouse, St.Etienne, ab 1071 auf den Fundamenten einer Kapelle errichtet, die vom heiligen Saturninus, dem ersten Bischof von Toulouse, erbaut worden war.







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