Spanienreise 2022
Meer und Felsen, hohe Berge und tiefe Täler, römische Brücken, (prähistorische) Höhlen und prächtige Strandvillen

Meer und Felsen, hohe Berge und tiefe Täler, römische Brücken, (prähistorische) Höhlen und prächtige Strandvillen

…gefühlt die Stadt der Statuen. Obwohl wir ja noch lange nicht alle gesehen / fotografiert haben (z.Bsp. fehlt die von Woody Allen).







































































… ist überall üppig und grün, und die Häuser und Dörfer sehen gepflegt und wohlhabend aus“ schreibt Ernest Hemingway in seinem Roman FIESTA
Doch hinter dieser Idylle liegt eine Geschichte, die weit komplexer ist als die sommerliche Landschaft, die der Roman streift. Das Baskenland war über Jahrhunderte ein eigenständiger Kulturraum mit eigenen Rechten (den fueros), einer Sprache, die älter ist als jede indoeuropäische, und einer tief verwurzelten Tradition lokaler Selbstverwaltung.
Im 19. Jahrhundert verlor die Region ihre historischen Sonderrechte, was den baskischen Nationalismus erst entstehen ließ. Die Industrialisierung machte Städte wie Bilbao zu wirtschaftlichen Zentren, während die ländlichen Gebiete – jene grünen Täler, die Hemingway beschreibt – ihre traditionelle Struktur bewahrten.
Im 20. Jahrhundert wurde das Baskenland zum Schauplatz politischer Spannungen: Im Bürgerkrieg war es eine Hochburg der Republik. Unter Franco wurden Sprache und Kultur unterdrückt, viele Basken flohen oder gingen in den Widerstand. Nach der Diktatur entwickelte sich die Region zu einem der wirtschaftlich stärksten und politisch selbstbewusstesten Teile Spaniens.
Heute wirkt die Landschaft noch immer so „üppig und grün“, wie Hemingway sie sah – doch sie steht zugleich für eine Region, die sich ihren Wohlstand und ihre Autonomie hart erkämpft hat.


Am 19.August 1937 nahmen die Truppen General Francos die einst reiche Stadt ein und beendeten die baskische Selbstbestimmung. Die einst blühende Stadt ging ihrem Niedergang entgegen und verkam bis in die 80er Jahre des letzten Jahrhunderts zu einer hässlichen, grauen, schmutzigen Industriestadt.
Davon ist heute nichts mehr zu spüren!
Der Stadt gelang es, ihre wirtschaftlichen Aktivitäten zu diversifizieren und zu einem kulturellen Magneten zu werden. Der „Guggenheim-Effekt“ (Nicolas van Ryk) hat die Stadt vor der Bedeutungslosigkeit bewahrt „Bilbao hat sich zu einem sehenswerten Wirtschaftszentrum mit künstlerischen Ambitionen gemausert.“ bei der Eröffnung des Museums war Bilbao noch eine „verwesende Industrieleiche [..] im Schwefelhauch [..] weitab von den großem Entwicklungspolen der EU“ (Jörg-Uwe Albig: Der Palast der zerbrochenen Formen)

Die baskische Siedlung Gasteiz hatte der Westgotenkönig Leovigild anlässlich eines Sieges über die Vasco im 6. Jahrhundert zu Victoriacum („Siegesstadt“) umgegründet.

König Sancho der Weise von Navarro macht aus ihr 1181 Nueva Victoria („neuer Sieg“). Heute ist sie Hauptstadt der spanischen autonomen Region Baskenland.
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