Bandol

Die geschützte Bucht von Bandol war wohl schon früh als Ankerplatz bekannt. Spätestens den Römern. Der eigentliche Aufstieg begann im späten 16. Jahrhundert als der Adlige Antoine Boyer 1595 ein Fort errichten ließ, um die Küste gegen Piratenangriffe zu schützen. Rund um diese Befestigung entwickelte sich nach und nach eine Siedlung.

1715 wurde Bandol zur eigenständigen Gemeinde erhoben. Damals war der Ort vor allem ein Fischerei- und Handelshafen. Besonders bedeutend war der Thunfischfang; die Fischer von Bandol verfügten über weitreichende Fischereirechte entlang der provenzalischen Küste. Im 18. und 19. Jahrhundert gewann der Weinbau zunehmend an Bedeutung. Über den Hafen wurden die Weine der Umgebung exportiert, wodurch Bandol wirtschaftlich prosperierte. Der Name „Bandol“ wurde allmählich zum Synonym für hochwertige provenzalische Weine.

Ende des 19. Jahrhunderts entdeckten wohlhabende Reisende die Küste des Var. Hotels entstanden, und Schriftsteller sowie Künstler kamen nach Bandol. Damit begann die Entwicklung zum eleganten Ferienort der Belle Époque.

Heute zählt Bandol rund 8.000 Einwohner und lebt vor allem vom Tourismus, dem Yachthafen und dem weltberühmten Weinbaugebiet AOC Bandol, dessen Rotweine auf Mourvèdre basieren und zu den renommiertesten Südfrankreichs gehören.

Die Île de Bendor

Die kleine Insel liegt nur wenige Minuten mit dem Boot vom Hafen entfernt. Sie wurde vom Industriellen Paul Ricard erworben und entwickelt. Autofrei, mit Skulpturen, kleinen Wegen und schönen Ausblicken auf die Küste ist sie ein angenehmer Halbtagesausflug.

[histoire-locale.fr], [fr.wikipedia.org], [de.wikipedia.org], [bandoltourisme.fr]


Entdecke mehr von Dr. Bergis Schmidt-Ehry

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

2 Gedanken zu „Bandol“

Kommentar verfassen