Die Begegnung von Stanley und Livingstone – ein Mythos der Afrikaforschung

Am 10. November 1871 ereignete sich am Ostufer des Tanganjikasees eine Szene, die später zu einem der bekanntesten Momente der europäischen Afrikaforschung werden sollte. Der amerikanische Journalist Henry Morton Stanley, ausgesandt vom New York Herald, erreichte nach monatelanger, entbehrungsreicher Reise die kleine Handelsstation Ujiji. Dort fand er den seit Jahren verschollenen Missionar und Forscher David Livingstone, dessen Schweigen in Europa längst zur Legende geworden war.

Weiterlesen

Normale Beziehungen zu den arabischen Staaten?

Unser derzeitiger Kanzler bereiste die arabischen Staaten, um die Beziehungen zu normalisieren. Aber was unterscheidet sie eigentlich von anderen „Schurken-Staaten“.

Über die Sklavenarbeiter*innen in den arabischen Staaten, über den mordenden Kronprinzen und ähnliches wird ja häufiger berichtet – und allein das wäre ein Hinderungsgrund für „normale Beziehungen“.

Weiterlesen

Unterlassene Hilfeleistung an kirchlichen Krankenhäusern?

In der Regel werden auch die „kirchlichen“ Krankenhäuser in Deutschland im Wesentlichen von den Krankenkassen – 96,5% und dem Staat (Kommunen, etc.) – 3,5% finanziert. Die kirchlichen Träger geben NICHTS – außer dem Label! Aber sie dürfen spezifische Steuervorteile nutzen, müssen keine (gewerkschaftlich ausgehandelten) Tarife anwenden und dürfen wohl noch immer gesundheitliche Dienstleistungen gegen die allgemeine Rechtslage einschränken!

Weiterlesen

Schmiedgasse 1

Hier begann es – das junge Nachkriegsleben. Geprägt von Wärme und Geborgenheit erlebte ich als Säugling die Not der Eltern und Geschwister nicht, die in den Hungerjahren 1946 und 1947 die Bevölkerung heimsuchte. Allerdings habe ich nicht vergessen, dass ich als kleiner Bub das Phänomen der „Schiebewurst“ erlebte: Eine kleine Scheibe Salami oder Fleischwurst wurde so über die Brotscheibe geschoben, dass man bei jedem Biss ein wenig davon mitbekam. Als 13Jähriger sah ich dann einen Film mit Peter Kraus, der im Bett frühstückte und sich mehrere Scheiben Schinken gleichzeitig auf sein Brötchen legte – ich war neidisch wie sonst was!

Hunger Jahre

Die „Hungerjahre“ bezeichnen die Zeit zwischen 1945 und etwa 1948, in der große Teile der deutschen Bevölkerung unter massiver Lebensmittelknappheit litten. Die Versorgungssysteme waren zusammengebrochen, Ernten gering, Transportwege zerstört. Viele Familien lebten von Rationen, Tauschhandel oder dem, was sie selbst anbauen konnten. Besonders in Städten war die Lage prekär, da Brennmaterial, Kleidung und Grundnahrungsmittel kaum verfügbar waren.

Die Jahre 1946 und 1947 waren von einer Not geprägt, die heute kaum noch vorstellbar ist. Der „Hungerwinter“ 1946/47 brachte eine eisige Kälte. Lebensmittel waren knapp, Kohle noch knapper, und viele Familien kämpften täglich darum, genug Wärme und Nahrung zu finden. In den Städten standen Menschen stundenlang für ein paar Kartoffeln an, und oft blieb nur der Tauschhandel, um das Nötigste zu bekommen. Das (Über-)Leben war ein ständiges Improvisieren — frieren, warten, hoffen.

Diese Jahre haben eine ganze Generation geprägt.