Frias de Ebro

Spanienreise 2022

Frías de Ebro ist eine kleine, aber historisch bedeutende Stadt im Norden der Provinz Burgos (Kastilien und León), die malerisch auf einem langgestreckten Felsrücken über dem Fluss Ebro thront. Mit nur rund 300 Einwohnern gilt sie als „kleinste Stadt Spaniens“, trägt diesen Titel aber offiziell seit 1435. Das gesamte historische Ensemble wurde als Bien de Interés Cultural (Kulturgut) in der Kategorie Conjunto histórico-artístico geschützt.

Frías wird erstmals in der zweiten Hälfte des 9. Jahrhunderts urkundlich erwähnt (um 867), als Christen das obere Ebrotal nach der Rückeroberung von den Muslimen wiederbesiedelten. Die strategische Lage am Ebro-Übergang machte Frías zu einem wichtigen Grenz- und Verkehrspunkt zwischen den Königreichen Kastilien und Navarra sowie zwischen der kantabrischen Küste und der Meseta-Hochebene. König Alfons VIII. gewährte Frías um 1202 umfangreiche Privilegien (Wahl des Bürgermeisters, Erbfolge, wirtschaftliche Freiheiten), was zu Blüte und Wachstum führte. König Johann II. von Kastilien verlieh Frías 1435 offiziell den Titel ciudad (Stadt) – angeblich, um sie gegen eine andere Stadt tauschen zu können.
Bis heute hat Frías sein mittelalterliches Ortsbild mit engen Gassen, Hanghäusern und Befestigungsanlagen bewahrt.

Die neunbogige, 143 Meter lange mittelalterliche Brücke ist eine der längsten ihrer Art in Spanien und ein Wahrzeichen von Frías. In der Mitte der Brücke steht ein markanter Verteidigungsturm aus dem 14. Jahrhundert, der einst die Flussquerung kontrollierte. Die Brücke verband wichtige Handels- und Pilgerwege zwischen der Küste und dem Binnenland.

Die Ermita Santa María de la Hoz, eine einschiffige Einsiedlerkirche aus dem 13. Jahrhundert, schmiegt sich malerisch an eine Felswand.

Darunter schwingt sich eine kleine mittelalterliche Bogenbrücke über den Rio Molinar:


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