Die Entnazifizierung oder der Versuch den Faschismus auszulöschen

Am 30. Januar jährt sich die Machtübertragung an Adolf Hitler in Deutschland. Die Folge war der mit 55 Millionen Toten bis dahin größte Krieg aller Zeiten, von dessen Folgen auch Wetzlar nicht verschont wurde. Daher beschreiben die Autoren hier und jetzt, wie nach dem Krieg die Aufarbeitung der Schuld begann. Sie greifen hierbei auf die Studie „Wetzlar 1945 – 1949“ des Historikers Andreas Wiedemann zurück, die in den „Mitteilungen des Wetzlarer Geschichtsvereins“ (Heft 33) 1988 veröffentlicht wurde.

Von Dr. Bergis Schmidt-Ehry und Ernst Richter

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Displaced Persons in Wetzlar

Vor 70 Jahren: Lagerleben und ungewisse Zukunft

Am 30. Januar jährte sich die Machtübertragung an Adolf Hitler in Deutschland. Das Ergebnis war der größte Krieg aller Zeiten, von dessen Folgen auch Wetzlar nicht verschont wurde. Daher beschreiben die Autoren hier die unmittelbaren Konsequenzen von Zwangsarbeit, Deportation und Holocaust für Wetzlar nach dem Krieg. Sie greifen hierbei auf die Studie „Wetzlar 1945 – 1949“ des Historikers Andreas Wiedemann zurück, die in den „Mitteilungen des Wetzlarer Geschichtsvereins“ (Heft 33) 1988 veröffentlicht wurde.

Von Dr. Bergis Schmidt-Ehry und Ernst Richter

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Die Folgen des Krieges für die Menschen in Wetzlar

1957 wurde am 1. September zum Antikriegstag erklärt. Die Initiative ging vom Deutschen Gewerkschaftsbund aus, um „…alles Erdenkliche zu unternehmen, damit des 1. September in würdiger Form als Tag des Bekenntnisses für den Frieden und gegen den Krieg gedacht wird.“ Anlass hierfür war Beginn des Zweiten Weltkrieges mit dem Angriff der faschistischen Wehrmacht auf Polen am 1.9.1939. Am Ende dieses Krieges waren auch die Menschen in Wetzlar von Hunger und Elend bedroht. Das (Über-)Leben der Zivilbevölkerung in der unmittelbaren Nachkriegszeit wird in dem nachfolgenden, zweiteiligen Beitrag beschrieben. Der zweite Teil erscheint in der folgenden Woche. Die Autoren greifen hierbei auf die Studie „Wetzlar 1945 – 1949“ des Historikers Andreas Wiedemann zurück, die in den „Mitteilungen des Wetzlarer Geschichtsvereins“ (Heft 33) 1988 veröffentlicht wurde.

Von Dr. Bergis Schmidt-Ehry und Ernst Richter

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Die Befreiung Wetzlars 1945

Die meisten Deutschen fühlten sich geschlagen, der Rest Europas fühlte sich befreit. Jahrzehnte hat es gedauert, bis sich im Westen Deutschlands die Erkenntnis durchsetzen konnte, dass der 8. Mai 1945 ein Tag der Befreiung war. Der jüngst verstorbene Bundespräsident Richard von Weizsäcker erklärte zum 40. Jahrestag des Endes des zweiten Weltkriegs, dass dieser Tag für die Deutschen kein Tag der Niederlage, sondern ein „Tag der Befreiung vom menschenverachtenden System der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft“ gewesen sei. Für Wetzlar kam diese Befreiung bereits am 29.März 1945.

Dieser Artikel greift auf Quellen Wetzlarer Autoren zurück. Besonders lesenswert ist der Aufsatz von Andreas Wiedemann in Heft 33 der Schriftenreihe des Wetzlarer Geschichtsvereins „Wetzlar von 1945 -1949

Von Dr. Schmidt-Ehry, Ernt Richter

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Nürnberg 33

Im September 1933 feierten die Faschisten in Nürnberg ihren Sieg über die Demokratie

Am 1. September 1933 hielt die NSDAP in Nürnberg ihren 5. Reichsparteitag ab. Sie nannte ihn den “Kongress des Sieges”. Leni Riefenstahl filmte das Geschehen und machte daraus einen ihrer schmalzigen NS-Propagandafilme. Die Bilder sollten glauben machen, dass das ganze deutsche Volk aufgebrochen ist, um dem „Erlöser“ Hitler zuzujubeln. In Wirklichkeit jubelten die vielen Menschen, wie sie später feststellen sollten, einem Massenmörder, Folterer und Zerstörer zu, der 1945 nach seinem Selbstmord ein Europa in Ruinen, über 55 Millionen Kriegstote und über 13 Millionen Opfer von Massenverbrechen (Holocaust) hinterließ.

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In einem Jahr wird ganz Deutschland in unserer Hand sein!

Vor 80 Jahren wurde die erste freie deutsche Gewerkschaftsbewegung liquidiert.

Am 2. Mai 1933 stürmten  Kommandos von SA und SS unter Duldung der Polizei die Häuser der freien Gewerkschaften. Das Eigentum der Gewerkschaften wurde konfisziert, Druckmaterialien beschlagnahmt und verbrannt. Unzählige Gewerkschaftsfunktionäre wurden in „Schutzhaft“ genommen, viele misshandelt. In Duisburg wurden vier Gewerkschafter ermordet. Zahllose andere sollten folgen. Die Geschichte der deutschen Gewerkschaften ist verknüpft mit dem Schicksal tausender Kolleginnen und Kollegen, die sich dem Nazi-Terror nicht beugten und heldenhaft dagegen kämpften.

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Die Zerstörung der Demokratie


Am 30.Januar 2013 jährte sich zum 80. Mal die Übergabe der Macht in Deutschland an die Faschisten um Adolf Hitler. Immer wieder wurde es so dargestellt, als hätte Hitler die Macht an sich gerissen („Machtergreifung”). Wahr ist aber, dass die konservativen Kräfte aus Industrie, Banken, Militär und Junkern in der Weimarer Republik alles daran setzten, um jeden Preis wieder die Machtverhältnisse zugunsten des Kapitals zu ändern. Ideologische, politische und soziale Bedingungen für die Machtübertragung an die NSDAP wurden bereits lange vorher geschaffen.
Nach dem Zusammenbruch des Deutschen Kaiserreiches und nach der Novemberrevolution 1918 war in Deutschland die erste parlamentarische Demokratie errichtet worden. An den sozialen und wirtschaftlichen Verhältnissen hatte sich jedoch praktisch nichts geändert. Insbesondere die Machtpositionen der alten Führungsschichten in Militär, Verwaltung, Justiz, Erziehungswesen, Presse und – vor allem – in der Wirtschaft waren erhalten geblieben.

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