Bacalhau – LofotenStockfisch

Norwegen 2017

Bereits vor 6000 Jahren siedelten auf den Lofoten frühe Fischer und Jäger.

Seit dem 8.Jahrhundert wird auf den Lofoten Kabeljau (Dorsch) gefangen und als Stockfisch getrocknet. Bereits die Wikinger nahmen ihn als Nahrungs- und Tauchmittel auf ihre langen Reisen mit.

Der Fisch wird nach dem Fang ausgenommen, an den Schwänzen zusammengebunden und auf Holzgestelle gehängt, wo er mehrere Monate lang dem salzigen Wind ausgesetzt ist. Durch die Trocknung verliert der Fisch etwa 80% seines Wassergehalts, behält aber alle Nährwerte bei. Die Lofoten bieten ideale klimatischen Bedingungen für die Herstellung von Stockfisch, da die Luft nicht zu trocken, zu warm oder zu kalt ist. Stockfisch von den Lofoten ist der älteste Exportschlager Norwegens. Er war ein wichtiges Handelsgut der Hanse im Mittelalter. Auch heute bereichert er noch die Küchen vieler Länder, vor allem in Spanien (bacalao), Italien (baccala oder stocco), Portugal und Brasilien (bacalhau – es soll 365 verschiedene Rezepte geben), den USA und Nigeria.


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