Süd-Frankreich-Reise 2016
Carcassonne erhebt sich wie eine steinerne Krone über dem Aude‑Tal: eine doppelte Ringmauer, 52 Türme, enge Gassen und das Gefühl, in ein lebendiges Mittelalter einzutreten. Die Cité wirkt zugleich monumental und märchenhaft – besonders, wenn das Licht an den Zinnen entlanggleitet und die Festung über der modernen Unterstadt schwebt wie eine eigene Welt.
Carcassonne war ein Hauptstützpunkt der Katharer. Die mittelalterliche Festung auf dem Hügel der Altstadt mit der beeindruckenden Stadtmauer und zahlreichen Türmen und Zinnen bildet die Cité von Carcassonne.














Carcassonne war im 13. Jahrhundert ein zentraler Schauplatz des Kreuzzugs gegen die Katharer, jener religiösen Bewegung, die von der römischen Kirche als häretisch verfolgt wurde. Nachdem die Stadt 1209 fiel und die Bevölkerung vertrieben wurde, diente die Festung als strategischer Stützpunkt der Kreuzfahrer. Unter Simon de Montfort wurde Carcassonne zu einem Machtzentrum der neuen Herrschaftsordnung, die den Katharismus im Languedoc systematisch zerschlug. Bis heute trägt die Cité die Spuren dieser Zeit – eine mittelalterliche Bühne, auf der sich Glaube, Politik und Gewalt dramatisch überlagerten.







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