Bretagne-Reise 2021

Die wilde Schönheit der Küsten des Pagan-Landes wurde von Seeleuten schon immer gefürchtet, wegen ihrer Granitfelsen, starken Strömungen und auch wegen dessen, was die Tradition dieser „Schiffswrecker-Küste“ zuschreibt. Lange Zeit wurden diese Gebiete von Schiffen aufgesuchtz, die bei schlechtem Wetter in der Nähe des Aber-Wrac’h, der Île de Batz oder sogar im Hafen von Pontusval Schutz suchten. Doch im neunzehnten Jahrhundert, an Tagen dichten Nebels, blieben die Leuchttürme der Jungferninsel und die von Batz unsichtbar. Außerdem führten heftige Strömungen die Boote zu den Felsen von Beg-Pol. Jedes Jahr ereigneten sich hier viele Schiffswracks. Bereits 1865 baten die Behörden um die Errichtung eines Feuers an der Spitze von Pontusval. Ende 1867 wurde der Bau des Leuchtturms mit lokalen Materialien mit großer Geschwindigkeit von einer Kompanie aus Landerneau durchgeführt. Seit dem 15. September 1869 hat er vom oberen Rand seiner 18 Meter mit einer Reichweite von etwa 16 Kilometern seine Mission treu erfüllt. Wie viele seiner Artgenossen!






Die Abers sind eines der eigenwilligsten Küstenphänomene der Bretagne: langgestreckte, schmale Meeresarme, die sich tief ins Land hineinschieben wie kleine Fjorde. Zwischen Landeda, Plouguerneau und dem nördlichen Finistère öffnen sie eine Landschaft, in der Süßwasser und Atlantik ineinander übergehen – ein stilles, fast nordisches Küstenlabyrinth.


Zwischen den Felsen, den kleinen Häfen und den weiten Sandflächen zeigt sich Landeda von seiner rauen, ursprünglichen Seite. Das rhythmische Arbeiten der Weed‑Fischer, das Knirschen der Wagenräder auf dem Kies, der salzige Geruch des frisch geernteten Seegrases – all das gehört zu diesem Landstrich wie die Gezeiten selbst.
Landeda ist Bretagne pur: ein Ort, an dem Meer, Arbeit und Landschaft ineinander übergehen und eine stille, kraftvolle Atmosphäre schaffen.













Rund um Landeda beginnt das stille Reich der Weed‑Fischer – jener Küstenarbeiter, die seit Generationen das Seegras der bretonischen Strände ernten. Früh am Morgen, wenn der Atlantik noch grau und schwer wirkt, ziehen sie mit langen Haken und breiten Rechen hinaus an die flachen Buchten. Das Seegras, vom Meer gewaschen und getrocknet, wird später zu Dünger, Einstreu oder traditionellem Handwerk verarbeitet – ein Beruf, der so unscheinbar wie unverzichtbar ist.











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