Ein Nachmittag im Olivengarten

Cote d’Azur 2025

Ein bisschen ländliche Tradition

Traditionelle Ölpresse
Heilsame Wildkräuter

🐐 Die Crèmerie – Ein uraltes Kulturgut

Die „crèmerie“ – heute meist als Milchladen oder Käseküche verstanden – ist weit mehr als ein Ort der kulinarischen Verführung. Ihre Wurzeln reichen tief in die Vorgeschichte zurück, als Menschen begannen, Ziegen zu domestizieren und ihre Milch zu nutzen. Lange bevor es Märkte, Marken oder Molkereien gab, war die Verarbeitung von Milch ein Akt der Kulturtechnik – ein Ausdruck von Anpassung, Kreativität und Gemeinschaft.

Bereits vor über 10 000 Jahren nutzten die Menschen die Milch der Ziegen. Später begannen sie die Milch durch Fermentation und Schlagen haltbar zu machen. Daraus enststanden Butter und Käse, Joghurt und Sauermilch, Eis und Sahne.

In ländlichen Regionen Frankreichs – etwa in den Cevennen oder den Alpen – überlebte die „Crèmerie“ bis in die Moderne. Sie war dort oft eine einfache Hütte oder ein Raum im Wohnhaus, wo Frauen täglich Ziegen molken, Milch abrahmten und Käse formten. Sie war zugleich Werkstatt und sozialer Treffpunkt, ein Ort des Austauschs und der Fürsorge.


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