Fähren spielen in Norwegen eine wichtige Rolle für die Mobilität der Menschen und den Güterverkehr. Sie sind eine praktische und reizvolle Art die Fjorde zu überqueren – und sie sind umweltfreundlich. Viele von ihnen werden mittlerweile elektrisch betrieben.
Ohne Tunnel, Brücken und Fähren wäre das moderne Verkehrsnetz in Norwegen wohl nicht denkbar.
Es gibt mehr als 900 Verkehrstunnel in Norwegen, die zusammen über 750 Kilometer lang sind. Der Lærdalstunnel ist mit 24,51 Kilometern der längste und der Ryfylketunnel mit 292 Metern unter Meereshöhe der tiefste der Welt – wir sind nicht durchgefahren…
Aber Tunnel von 2 bis 7 Kilometern sind sozusagen „normal“. Und Kreisverkehr im Tunnel „nichts Besonderes“ …
Unser letzter Campingplatz, Bøflaten Camping AS, in Norwegen (auf dieser Reise!) lag am See Vangsmjøse. Er war auch der beste! Komfort, Sanitär, Freundlichkeit – alles stimmte. Und das Preis-Leistungs-Verhältnis war gut. Vielleicht kommen wir ja mal wieder und suchen doch noch nach Loki und den Riesen….
Stabkirchen sind eine Besonderheit Norwegens. Die Holzkirchen zeichnen sich durch eine Konstruktion aus, die auf senkrecht stehenden Masten oder Stäben basiert, die das Dach tragen. Die meisten Stabkirchen wurden zwischen 1130 und 1350 erbaut, als sich das Christentum – nur langsam – in Nordeuropa ausbreitete. Um die den alten Göttern und Mythen verbundene Bevölkerung zu gewinnen, wurden reiche Verzierungen mit Schnitzereien heidnischer Elemente in ihre Dekoration aufgenommen, die noch heute auf die vorchristliche Kultur der Wikinger verweisen.
Die Stabkirche Fantoft wurde 1150 ursprünglich in Fortun in Sogn gebaut, 1883 nach fantoft an den Stadtrand von Bergen verlegt und bei einem Feuer 1992 komplett zerstört – dann aber originalgetreu wieder aufgebaut:
Jotunheimen – das Heim der Riesen – ist das höchste Gebirge Skandinaviens (über 250 Gipfel, die höher als 1900m sind). Und beim Aufstieg auf die Hochebene hat unser Espace so viel Sprit geschluckt, dass wir Sorgen bekamen, es noch bis zur nächsten Tanke zu schaffen. Tja, und Loki und seine Kinder haben sich an dem Tag in Regen und Nebel auch vor uns versteckt. Vielleicht besser so – wer will schon mit diesen Riesenmonstern Bekanntschaft machen?
Åndalsnes liegt am Isfjord, einem Arm des Romsdalsfjord. Hier mündet der Fliss Rauma, der sich unter anderem aus den Wasserfällen der Trollstigen speisst. Ein idealer Standort, um das nördliche Fjord-Norwegen zu erleben. Mit der Romsdalen-Gondelbahn können auch wir noch einmal einen herrlichen Rundblick auf Fjord, Fluss und Berge geniessen.
Der Geirangerfjord wurde bereits vor fast 10 000 Jahren besiedelt. Das Klima ist erstaunlich mild. Hier gedeihen Erdbeeren und sogar Aprikosen. Und schön ist er auch noch – wenn keine kreuzfahrenden Hochhäuser hier herum dümpeln…
Die Trollstigen verlangen mit elf Harnadelkurven und neun Prozent Steigung hohe Konzentration und fahrerisches Können. Aber Adda hat die 852 Höhenmeter souverän geschafft.