karg, wüst , heiss, trocken…….


Bereits vor 1,8 Millionen Jahren haben hier wohl schon Säugetiere gehaust. Die Menschen kamen später.
WeiterlesenEine junge hübsche Frau läuft auf uns zu. Erst gibt sie Adda eine Nelke “Heute ist der Tag der Heiligen xxx” versucht sie uns auf Spanisch zu vermitteln, “da gibt es Nelken für die Frauen” aber “auch für die Männer” und drückt jedem von uns eine schöne frische Nelke in die Hand. Ich denke an gute alte Zeiten der Arbeiterbewegung. Einen Cent in der Hand bittet sie um eine Spende. Adda findet ein 2Cent Stück in ihrer Hosentasche und gibt es ihr- “Nein!, der Mann muss zahlen!” Ich habe kein Kleingeld. Sie deutet auf meine Hosentasche – da steckt mein Smartphone, “portemonaie”. Sie will dass ich es raus hole, um nach einem Cent zu suchen. Mache ich nicht!
Da schnappt sie uns die Nelken wieder weg und verschwindet.

„Beware of pick pockets“ hatte der nette Verkäufer in der Markthalle doch so richtig gesagt…..



Rund um Almeria finden sich Spuren ältester Besiedlung. So fand man Höhlenzeichnungen sowohl aus der Alt- wie aus der Jung-Steinzeit. Funde aus dem Neolithikum zeigen die Besiedlung von vor über 5000 Jahren. Los Milares, die älteste Siedlung der Provinz , hatte wohl bereits vor mehr als 3000 Jahren über tausend Einwohner. Die Erzeugnisse ihrer Kupferproduktion wurden auf der gesamten Iberischen Halbinsel gehandelt. Auch Wein und Oliven wurden hier schon angebaut. Funde von Straußeneiern und Elfenbein deuten auf einen frühen Handel mit Afrika hin. Reich verzierte Keramik und sogar Gold in Grabbeilagen zeugen vom Reichtum der Herrscher-Schicht der Los Milares-Kultur.
Wenn man aus großer Höhe mit der Sateliten-Sicht von google maps auf die Region Almeria schaut, könnte man meinen, es sei von Schnee umgeben.

Weiß wie Schnee, Quelle: google maps
Von Iberern gegründet und durch Silberabbau reich geworden hiess die Stadt ursprünglich wohl Massia. Von den Phöniziern wurde sie als Handelsstützpunkt genutzt. Der punischen Herrscher Hasdrubal machte sie zur Haupstadt des hispanischen Teils seines Reiches, Carthago Nova oder CARTAGENA. Hannibal startete 218 v.Chr. von hier mit 50.000 Soldaten, 9.000 Reitern und 37Kriegselefantenseinen berühmten Feldzug gegen die Römer. Allerdings konnte Publius Cornelius Scipio Africanus bereits 209 v.Chr. Cartagena durch einen Überraschungsangriff erobern. Und bis zum 6. Jh. n. Chr. blieb “Carthago Nova” die wichtigste Silberabbauregion des römischen Reiches. Hier sollen bis zu 40.000 Menschen in den Silberbergwerken gearbeitet haben.
Karthagische Mauerreste aus dem 3.Jahrhundert v.Chr. (Quelle: Wikipedia)
Beinahe hätten wir sie verpasst, die Bateria de Castillitos bei Cartagena.Dabei liegt sie fast neben unserem Campingplatz Los Madrilles in Play Plana. Mitten in den Bergen mit steilen Abhängen, die uns von Cartagena trennen, liegt 250 Meter über dem Meeresspiegel, diese beeindruckende Anlage mit vielen Türmen und mächtigen Kanonen.

Wir haben Freunde, die schwören auf die Marché-Rastätten auf den deutschen Autobahnen. Klingt auch so schön nach „haute cuisine“. Und ja über (guten) Geschmack lässt sich trefflich streiten. Und bei Sandwichs darf man ja nun auch keine kulinarischen Wunder erwarten. Aber das:
Eine Schautheke voller leckeren Sandwichs. Besonders einladend: Krusti mit Serano-Schinken und Parmesankäse!
Bei einem Bagettebrötchen mit Käse und gekochtem Schinken fragte meine Frau, ob die mit Butter oder Majonäse bestrichen seien. Nein, mit Tomatencreme!
Gefragt hatte sie, weil sie Majonäse nicht gut verträgt. Aber Sandwichs mit Tomatencreme – das war nun gar nichts für sie.
„Nein, Tomaten mag ich nicht! Dann nehme ich das Serano-Schinken-Krustie.“
Als wir dieses später essen wollten, stellte sich heraus, dass auch dieses mit Tomatencreme verhunzt war. Schade um das knusprige Roggen-Brötchen und schade um den Serrano-Schinken!


Es stellte sich heraus, dass ALLE Sandwiches mit dieser komischen Tomaten-Paprika-Creme bestrichen waren – und dies nicht ausgezeichnet war. Auf die Frage warum sie meiner Frau das Kruste verkauft habe, obwohl sie doch gesagt habe, dass sie keine Tomaten mag: „Sie hat ja nicht danach gefragt!“
Um den Marché Fläming werden wir jedenfalls in Zukunft einen großen Bogen machen – was das Essen anbelangt.