Begegnungen – mit Radfahrenden (4)

Vor der Stabi macht der Fahrradweg einen kleinen Bogen nach links. Wenn man rechts über den Bürgersteig weiter fährt, kann man drei Meter und ein paar tausenstel Sekunden sparen. Also schneidet der eilige Fahrradfahrer mal mit dreißig km/h eng vor mir in den Bürgersteig ein. Vor Schreck bleibe ich wie angwurzelt stehen. Zum Glück. Bis ich mich wieder gefangen habe, ist der Raser über alle Berge.

Begegnungen – mit Radfahrenden (3)

Potsdamer Straße, vor dem Bolivar Denkmal. Ich gehe gemütlich Richtung Sony-Center. Plötzlich schießen rechts und links Fahrräder an mir vorüber. Mit gefühlten 50 km/h. Ich erschrecke mich zu Tode. Ein halber Schritt zur Seite und es kommt zur Kollision. Die Fahrradfahrenden nehmen das in Kauf, weil es ihnen auf dem Fahrradweg zu langsam geht und auf der Straße zu gefährlich ist.

Dass ich als alter Mann dabei schwere, lebensgefährliche Verletzungen davon tragen könnte, nehmen sie billigend in Kauf.

Besuch aus Afrika 3 – oder kafkaesker Behörden-Irrsinn

Zur Erinnerung: Ich habe eine Verpflichtungsermächtigung abgeben! Für meinen Freund und seine Lebensgefährtin!!! Die Lebensgefährtin meines Freundes wurde trotzdem das Visum verweigert, da sie keine ausreichenden Gründe für den Besuch in Berlin habe geltend machen können.

Wir haben uns an das Auswärtige Amt gewandt. Dort wurde erläutert, dass sie nicht habe glaubhaft machen können, dass sie nach Kamerun zurückkehren werde.

Hallo! Die Lebensgefährtin meines Freundes ist in Yaounde zuhause. Sie ist ihrer Heimat fest verbunden. Ihre Familie lebt in Kamerun. Beruflich hat sie eine Management-Funktion im kamerunischen Telekommunikationswesen inne. Aus ihrem Pass ist ersichtlich, dass sie von Reisen nach China und in die Türkei (natürlich) nach Kamerun zurück gekehrt ist…..

Ich habe per mail an die Konsulin in Yaounde gebeten, doch bitte schnell diese Fehlbeurteilung zu revidieren:

Ich wende mich mit der dringenden Bitte an Sie, die Ablehnung des Visum-Antrags von Frau……. zu überprüfen und positiv zu bescheiden! Ich habe für F…… für einen kurzen Besuch in Berlin eine Verpflichtungsermächtigtung ausgestellt (s.Anlage). Ich habe 8 Jahre in Kamerun im Auftrag der Bundesrepublik Deutschland (für die GTZ) als Regierungsberater im Gesundheitsministerium gearbeitet. Seitdem verbindet mich eine tiefe Freundschadft mit ….., dem Lebensgefährten von Frau …. Daher haben wir uns sehr auf den Besuch der beiden hier in Berlin gefreut. Ich bin schockiert, nun von der Ablehnung des Visums zu erfahren und kann die Begründung nicht nachvollziehen! Frau ….. wollte mit ihrem Lebensgefährten ab diesem Freitag, den 19.4. für 10 Tage nach Berlin kommen. Die Flugtickets (Business class, Hin- und Rückflug) sind gebucht und bezahlt. Das Visum von …… wurde ausgestellt, von Frau ….. nicht. Frau …… wurde mitgeteilt, sie habe keine ausreichenden Gründe für ihren Besuch in Deutschland dargelegt. Vom AA wurde mitgeteilt, die Ablehnung sei erfolgt, da Frau Abdou nicht glaubhaft machen konnte, dass sie nach Kamerun zurückklehren werde.Beide Begründungen sind aus meiner Sicht nicht zu verstehen! Frau ….. hat eine feste, anspruchsvolle Arbeitstelle, ihre Familie lebt in Kamerun, von Auslandsreisen (unter anderem China und Türkei) ist sie natürlich in ihre Heimat zurückgekehrt! Da der Flug morgen angetreten werden soll, bitte ich um dringliche Ausstellung des Visums! Ich bedanke mich für Ihr Verständnis und Ihr Engagement!

Und hier die Antwort:

„Sehr geehrte Frau Dr. Schmidt-Ehry, vielen Dank für Ihre E-Mail an die Deutsche Botschaft Jaunde. Bei negativ beschiedenen Visaanträgen hat der Antragsteller bzw. eine von ihm bevollmächtigte Person die Möglichkeit der Remonstration. Sie erhalten im Anhang unser Merkblatt mit den Hinweisen zum Remonstrationsverfahren. Bitte beachten Sie die darin aufgeführten Fristen. Remonstrationsschreiben, welche nicht den Mindestanforderungen genügen, können nicht bearbeitet werden. Mit freundlichen Grüßen, Deutsche Botschaft Jaunde“

Und hier ein Auszug aus dem Merkblatt:

„……Richtet sich Ihre Remonstration gegen die Ablehnung eines nationalen Visums (Aufenthalt über 90 Tage), dann reichen Sie die Remonstration bitte nur in deutscher Sprache ein, da die zuständige innerdeutsche Ausländerbehörde an derartigen Remonstrationsverfahren beteiligt wird.

Nach Abschluss der Überprüfung, welche mehrere Wochen bzw. Monate in Anspruch nimmt, wird die Deutsche Botschaft Jaunde Sie kontaktieren oder Sie erhalten eine schriftliche Antwort der Visastelle in deutscher Sprache……“

Wie Kaffkas Protagonist K. in „Das Schloss“ fühlen wir uns „zunehmend ohnmächtig angesichts der Undurchschaubarkeit des Systems“ deutscher Behörden…….

Besuch aus Afrika 2 – oder „wie paranoid sind wir eigentlich“?

Zur Erinnerung: Ich habe eine Verpflichtungsermächtigung abgegeben! Für meinen Freund.  Und für seine Lebensgefährtin!!!

Nun darf die Lebensgefährtin meines Freundes trotzdem nicht mit ihm zu uns reisen!

Nach Ansicht des deutschen Konsulats in Yaunde hat sie keine ausreichenden Gründe für den Besuch in Berlin angegeben. Das Visum wurde verweigert!

„B. was refused the visa for not providing sufficient reason to justify her visit.“

Dabei hat die AfD bei uns doch noch gar nicht die Macht übernommen……..

Begegnungen – mit Radfahrenden (1)

 

Radfahrer*innen sind ja in der öffentlichen Meinung oft die „besseren Menschen“. Ökologisch bewußt, Zukunfts-orientiert, und oftmals Opfer der „bösen“ Autofahrer*innen. Es muss unbedingt mehr getan werden, um ihr Leben / Fahren sicherer zu machen. Und am besten verbannt man ja alle Autos aus der Innenstadt…..

Und ja, auch ich glaube, dass es viel zu verbessern gibt – für den Fahrrad-Verkehr. Aber nicht nur Autofahrer sind agressiv und rücksichtslos. Die Mehr heit ist es wohl eher nicht!

Seit ich (jetzt bald fünf Jahre) in Berlin-Mitte lebe, erlebe ICH Radfahrende zunehmend als Bedrohung. Ich weiß, dass es viele gute und rücksichtsvolle Radler*innen gibt, aber das ändert nichts daran, dass ich als älterer Verkehrsteilnehmer zunehmend Angst vor ihnen habe. Gefühlt mehr als vor Autofahrenden. Daher habe ich mich jetzt entschlossen über meine riskanten Begenungen mit Radfahrenden zu schreiben.

Heute hier ein erstes Beispiel:

Ich laufe auf der Streesemann Straße in Fahrtrichtung Potsdamer Platz auf dem Bürgersteig. Auf dem Fahrradweg daneben kommt mir ein Radfahrer entgegen. Mit ziemlichem Tempo. Gegen die Fahrtrichtung! Plötzlich zieht er nach links auf den Bürgersteig, weil ihm ein anderer Radfahrer entgegenkommt. Um den Zusammenstoß mit dem korrekt fahrenden Radfahrer zu vermeiden, nimmt er in Kauf, in den Fußgänger rein zu fahren. Ich kann mich mit einem Sprung nach links an die Hauswand gerade noch retten. Gerne hätte ich den Kerl angezeigt – aber Fahrräder haben ja keine Nummernschilder……

Aus(!)gebildet in Berlin

Die Polizei – dein Freund und Helfer. Oder faul, nuschelig und unhöflich?  Quo vadis Staatsmacht?

Lorenz Maroldt schreibt im Checkpoint des Berliner Tagesspiegels:

Aus dem Sonderbericht über die Zustände an der Polizei-Akademie: Die Ausbilder beklagen einen Mangel an „Sozialtugenden“ – Pünktlichkeit, Höflichkeit, eine deutliche Aussprache und die Bereitschaft, sich anzustrengen, seien „in den letzten Jahren merkbar zurückgegangen“. 192 Disziplinarverfahren wurden seit 2010 gegen Anwärter geführt, dabei lag „der summarische Anteil des Fehlverhaltens der Azubis aus Zuwandererfamilien“ anders als zuvor lanciert „nicht höher als der der herkunftsdeutschen Azubis.“ Auffällig wurden u.a. ein „Pornopolizist“, ein „Rockerpolizist“ und ein „Hehlerpolizist“ – die seit ihrem G20-Einsatz bekannte Einheit PPPP (Pinkel-Pimper-Party-Polizei) dürfte jedenfalls keine Nachwuchssorgen haben.

Hier gibts mehr vom Checkpoint

piss off – Berlin

Robert Ide schreibt im Tagesspiegel Checkpoint:

…. beschwerten sich Sportvereine, die die neuen Turnhalle inklusive der inklusiven Toiletten nutzen, über ein zusätzlich angeschraubtes Pinkelbecken für Männer in einer barrierefreien Unisex-Toilette. Für Sportlerinnen sei das „unzumutbar“, deshalb müsse das neue Becken wieder rausgerissen werden.

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