Süd-Sudan 1981
Als ich das erste Mal auf einer Dienstreise hier mein Dachzelt aufgeschlagen hatte, dachte ich zunächst, da lägen viele Felsbrocken im Wasser – und näherte mich ohne große Vorsicht.

Heute weiss ich, dass das SEHR unvorsichtig war. Wiegt doch so ein Flußpferd 1500 – 4000 kg und kann an Land bis zu 30 km/h laufen. Und sie fühlen sich schnell provoziert, wenn Menschen ihnen zu nahe kommen.
Also hielten wir bei unserem späteren Wochendbesuch deutlich Abstand und genossen das Spektakel von Weitem.














Belohnt wurden wir dafür durch ein Erlebnis ganz anderer Art. Nach der ersten Nacht kamen plötzlich mehrere Land-Rover und schlugen ein paar Hundert Meter von uns entfernt ein großes Zelt auf. Nach einer Weile kamen zwei von ihnen zu uns und stellten sich vor. Sie arbeiteten für ein kenianisches Safari-Unternehmen, seien die Vorhut einer Jagdgesellschaft und bereiteten das Camp vor. Und dann kam es: Sie luden uns zu einem üppigen Dinner ein. Während einige weiter die Gästezelte aufbauten, servierten andere uns köstliche Speisen und eiskalte Cola mit Rum! Und zum Nachtisch – unfassbar – Erdbeeren mit Schlagsahne. So etwas gab es normalerweise im ganzen Süd-Sudan nicht – und schon gar nicht in Western-Äquatoria, fast an der Grenze zur Zentralafrikanischen Republik. Und das Ganze unter einem sternenreichen Savannen-Himmel. Absolutes out-of-Africa-feeling!

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