Eine Gesundheitsexpedition

Süd-Sudan 1981

Das Dorf lag abgelegen. Was für ein Begriff in einer Region, die ja insgesamt so abgelegen war, dass sie schon vergessen war. Der Süd-Sudan. Jahrzehnte des Bürgerkriegs hatten große Teile der Bevölkerung in die Flucht getrieben. Die Zurückgeblieben waren froh, wenn sie nicht erreichbar waren.

So wie das Dorf Gemenze-Toi. Etliche Kilometer von der Provinzhauptstadt Yambio entfernt, wer wusste das schon so genau. Nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen.

Seit über vierzig Jahren hatte das Dorf keinen Gesundheitsarbeiter, geschweige denn einen Arzt gesehen. Wir wollten das ändern.

Auf den ersten Kilometern waren die Hindernisse noch beherrschbar:

Auch wenn es manchmal notwendig wurde, die Fahrzeuge zu entladen.

Später mussten wir den Weg suchen.

Manche Menschen aus Gemenze-Toi liefen über diesen Stahlträger, der von einer Brücke aus den Vierzigerjahren übriggeblieben war, oder fuhren sogar mit dem Fahrrad darüber. Wir trauten uns diesen Balance-Akt nicht zu.

Währenddessen – Fahrer-Besprechung: Wie sollen wir da nur rüberkommen?

Und dann ist es geschafft.

Wir erreichen das Dorf. Die Hütten sind ärmlich aber überwiegend ordentlich.

Neugier oder (bange) Erwartung:

Ohne den Chief geht hier nix:

Es ist wichtig die Ältesten zu überzeugen.

Das Medical Team in Aktion:

Die Wasserstelle des Dorfes. Leicht vorstellbar, wie viele Krankheiten hier übertragen wurden:

Wasser fürs Team haben wir mitgebracht und Wasserfilter!

Unser Team schläft in den mitgebrachten Zelten:

…und wir dürfen im Dachzelt schlafen – welch ein Luxus!


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