🇸🇸 Südsudan: Ein Land am Rand einer neuen Tragödie

Im Südsudan wächst die Angst vor einer neuen Katastrophe. UN‑Experten warnen, dass das Land erneut in eine Spirale brutaler Gewalt gegen Zivilisten stürzen könnte. Besonders im Bundesstaat Jonglei eskalieren die Kämpfe zwischen Regierungstruppen von Präsident Salva Kiir und den Rebellen der SPLA‑IO, die dem inhaftierten Oppositionsführer Riek Machar nahestehen. In der Region, die schon so viel Leid erlebt hat, rücken Regierungstruppen und Rebellen wieder aufeinander zu.

Zwischen ihnen: Familien, die nur überleben wollen.

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Kein Frieden in Sicht

Seit 70 Jahren taumelt der Südsudan von einem Bürgerkrieg in den nächsten. Ohne Aussicht auf Besserung leben die Menschen in Not und Elend.

Als ich 1980 mit dem damaligen Gouverneur von Western-Equatoria von Yambio nach Juba fuhr, sagte er:

„Wenn wir hier im Süden die Unabhängigkeit erlangen, wird es auch keinen Frieden geben. Dann werden wir uns gegenseitig bekämpfen!“

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Eine Gesundheitsexpedition

Süd-Sudan 1981

Das Dorf lag abgelegen. Was für ein Begriff in einer Region, die ja insgesamt so abgelegen war, dass sie schon vergessen war. Der Süd-Sudan. Jahrzehnte des Bürgerkriegs hatten große Teile der Bevölkerung in die Flucht getrieben. Die Zurückgeblieben waren froh, wenn sie nicht erreichbar waren.

So wie das Dorf Gemenze-Toi. Etliche Kilometer von der Provinzhauptstadt Yambio entfernt, wer wusste das schon so genau. Nur mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu erreichen.

Seit über vierzig Jahren hatte das Dorf keinen Gesundheitsarbeiter, geschweige denn einen Arzt gesehen. Wir wollten das ändern.

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German Medical Team in Western Equatoria

Süd-Sudan 1981

1981 wurde das Hauptquartier des German Medical Team Western Equatoria von Maridi nach Li Rangu verlegt.

Das Büro bezog ein Haus, von dem aus der berühmte Ethnologe Sir Edward Evan Evans-Pritchard zwischen 1926 und 1930 maßgebliche Studien zu den Azande durchgeführt und das Konzept der Vergleichenden Anthropologie entwickelt hatte.

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Wiederaufbau eines Gesundheitswesens

Süd-Sudan 1979-82


🇩🇪 Das Deutsche Ärzteteam der GTZ in Western Equatoria (1978–1982)

Zwischen 1978 und 1982 war die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) mit einem multidisziplinären Team in Western Equatoria tätig. Die Region befand sich nach Jahren des Bürgerkriegs im mühsamen Wiederaufbau. Staatliche Gesundheitsdienste existierten nur in Ansätzen, die meisten Einrichtungen waren zerstört oder verlassen, und große Teile der Bevölkerung hatten seit Jahrzehnten keinen Zugang zu medizinischer Versorgung. In dieser Situation übernahm das deutsche Team eine zentrale Rolle beim Neuaufbau eines funktionierenden Basisgesundheitswesens.

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