Es begann in Dahomey…

Dahomey / Benin 1973 -75

Titelbild einer Werbe-Brochüre des Ministère de l’information et du Tourisme, Cotonou, Dahomey 1974

Der Staat Dahomey war ein westafrikanisches Königreich, das etwa 260 Jahre lang an der Küste der Bucht von Benin bestand. Es wurde im 17. Jahrhundert gegründet und bestand bis Ende des 19. Jahrhunderts. Die Hauptstadt des Königreichs war Abomey.

Dahomey war bekannt für seine zentralisierte Monarchie und seine starke militärische Organisation, einschließlich eines berühmten Frauenregiments. Das Königreich profitierte wirtschaftlich stark vom Sklavenhandel, der einen Großteil seines Reichtums ausmachte.

Aber König Ghezo verbot in seiner Regierungszeit (1818 – 1858) den Sklavenhandel und förderte Handwerk und Landwirtschaft und sicherte durch Ölpalmenplantagen die Einkünfte des Königreichs.

Wegen ungeklärter Zoll- und Schutzrechte kam es 1892 unter König Béhanzin zum Krieg mit Frankreich. Nach schweren Kämpfen siegten die Franzosen und übernahmen Dahomey als Protektorat und machten es 1904 zur französischen Kolonie Dahomé.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nahmen der Widerstand gegen die Kolonialherrschaft und die Forderung nach Unabhängigkeit zu. Die Kolonialzeit endete grundsätzlich am 11. Dezember 1958 mit der Etablierung der République du Dahomé, als autonome Republik. Am 1. August 1960 erhielt das Land die volle Unabhängigkeit von Frankreich.

1975 wurde dieser Staat in Volksrepublik Benin umbenannt und seit 1990 ist er als Republik Benin bekannt.

„Es mag sein, dass ein Aufenthalt in Dahomey nicht in jeder Hinsicht perfekt durchorganisiert verläuft. Dafür wird er aber bestimmt frei sein von jener Routine, die so häufig künstliche {Touristen} Paradiese kennzeichnet.“

Dahomey gehörte nach der Unabhängigkeit zu den 16 ärmsten Ländern der Welt mit einem Pro-Kopf-Einkommen von unter 164 US$ im Jahr.

Im Jahr 1973 waren nur 30.000 Menschen (rund 1% der Bevölkerung) Lohn- oder Gehaltsempfänger – und von diesen arbeiteten 20.000 im Öffentlichen Dienst.

Palmkernölmühle in Cotonou

„Ansätze zur Entwicklungshilfe sind am sinnvollsten immer dann, wenn sie Hilfe zur Selbsthilfe geben. Das wird zum Beispiel durch zwei Krankenhäuser in Banikoara und Savalou praktiziert.“

(Alle Bilder und Zitate aus Werbe-Brochüre des Ministère de l’Information et du Tourisme, Cotonou, Dahomey 1974)

Aus dem Evaluierungsbericht der DED-Gesundheitsprojekt in Dahomey, 1974

Dazu geht es hier weiter.


Entdecke mehr von Dr. Bergis Schmidt-Ehry

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Dieser Beitrag wurde unter Benin veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen